Eishockeynews vom 20.07.2012




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Eishockeynews vom 20.07.2012

Beitragvon Petra » 20.07.2012, 07:47

Kaufbeuren und Riessersee prüfen Rückzug aus der 2. Bundesliga
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UPDATE: "Der Fokus der Gesellschafter der ESBG liegt nun auf dem Spielbetrieb der Saison 2012/2013." So endet die offizielle Pressemitteilung der ESBG zur Gesellschafter-Tagung am Mittwoch, in der alle wichtigen von Eishockey NEWS bereits beschriebenen Themen bestätigt wurden: Keine Lizenz für Bad Tölz, Lizenz für Bremerhaven, Fortsetzung der Gespräche mit der DEL durch den Geschäftsführer und ein Gremium aus Gesellschaftern und Überarbeitung der Verträge zwischen ESBG und DEB.

Freilich herrscht weiterhin Uneinigkeit über die Wirksamkeit der Beschlüsse. Und genau damit dürfte das Theater weitergehen und der Fokus weiterhin neben dem Eis liegen. Denn Kaufbeurens 2. Vorstand Andreas Settele macht gegenüber Eishockey NEWS deutlich: "Ich bin absolut unzufrieden mit den Ergebnissen und nicht zufrieden mit der Art und Weise, wie das zustande gekommen ist. Ab dem Zeitpunkt des Entzugs der Stimmanteile für den DEB war die Versammlung meiner Meinung nach nicht mehr beschlussfähig und die Beschlüsse sind für mich deshalb nicht wirksam. Ich gehe auch durchaus davon aus, dass die eine oder andere Partei dagegen rechtliche Mittel einlegen wird."

Ob dies z.B. tatsächlich von DEB-Seite aus erfolgen wird, dazu wollte sich Präsident Uwe Harnos auf Nachfrage nicht äußern: "Es wurde bei der Tagung Stillschweigen vereinbart und wir von unserer Seite halten uns auch daran. Weitere Kommentierungen wird es von unserer Seite nicht geben, deshalb kann ich derzeit auch zur weiteren Vorgehensweise nichts sagen. Im Fall der Fälle werden wir zu gegebener Zeit unsere Entscheidungen kommunizieren."

Dass das Sommertheater noch lange nicht beendet ist, zeigen weitere Aussagen von Andreas Settele und Riessersees Geschäftsführer Ralph Bader: "Wir überlegen in Kaufbeuren ernsthaft, ob wir uns unter diesen Umständen aus der 2. Bundesliga in die Oberliga zurückziehen. Wir müssen das nun prüfen", sagt Settele. Als einen möglichen Grund führt er auch die Förderlizenz-Frage an. "Ich kämpfe weiterhin dafür und die gestrige Ablehnung ist für mich wegen der verschobenen Stimmrechts-Anteile nichtig." Ähnlich sieht dies die SC Riessersee Eishockey Vermarktungs-GmbH in einer offiziellen Pressemitteilung. "Ich bin der Meinung, dass wir uns nach wie vor noch im luftleerem Raum befinden, denn keiner von uns Gesellschaftern weiß doch, ob die Versammlung gestern überhaupt beschlussfähig war und die Stimmverteilung richtig war, deshalb sind viele Dinge nach wie vor ungeklärt", so Ralph Bader. "Auch Dresden stimmte zwar für die Mindestanzahl von 13 Teilnehmern in der Liga, teilt aber in der gleichen Sitzung mit, dass sie vielleicht nicht spielen werden oder später mit Heimspielen einsteigen. Muss hier nun die Bürgschaft erhöht werden, erhält Dresden die Lizenz, kann das Dresden alles stemmen? Gibt es einen Rechtsstreit oder nicht, gibt es dann doch einen Absteiger? Es gibt so viele Fragezeichen in der ESBG, dass wir uns ernsthaft Gedanken machen müssen einen Start in der Oberliga in Erwägung zu ziehen, denn dort ist alles geklärt und die Clubs haben Planungssicherheit. Wir werden uns diese Option offen lassen, wenn dies möglich ist," so Ralph Bader. Satzungsgemäß ist ein Rückzug in die Oberliga aber nicht möglich, denn sowohl Kaufbeuren und Riessersee sind für die 2. Bundesliga lizenziert und müssten bei einem Rückzug eigentlich ganz unten wieder anfangen. Doch dem widerspricht Bader auf Eishockey NEWS-Nachfrage: "Wenn gewisse Voraussetzungen nicht gegeben sind, kann man diesen Weg durchaus bestreiten. Mehr möchte ich momentan noch nicht sagen, aber das ist alles andere als eine Nebelkerze." Zudem betont Bader dass die Abstimmungen bei der Tagung zum Thema Gespräche mit der DEL einstimmig ausgefallen seien.

Tobias Welck
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von Anzeige » 20.07.2012, 07:47

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Re: Eishockeynews vom 20.07.2012

Beitragvon Petra » 20.07.2012, 07:51

Rainer Beck: "Ich bin absolut superzufrieden mit den Ergebnissen"
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Allen Grund zum Jubeln haben Jürgen Rumrich (links) und Rainer Beck (rechts) von den Landshut Cannibals. Nach der ESBG Versammlung in München ist klar: die Landshut Cannibals bleiben in der 2. Eishockey Bundesliga (Foto: Gerleigner).

Allen Grund zum Jubeln haben Jürgen Rumrich (links) und Rainer Beck (rechts) von den Landshut Cannibals. Nach der ESBG Versammlung in München ist klar: die Landshut Cannibals bleiben in der 2. Eishockey Bundesliga (Foto: Gerleigner).

(Eishockey NEWS). Die ganz große Revolution blieb bei der ESBG-Tagung am Mittwoch aus, obwohl es zeitweise hoch her ging. Aber gerade die Verfechter einer DEL II wie Heilbronns Ernst Rupp oder Landshuts Rainer Beck sehen sich als Sieger: "Ich bin abolut superzufrieden, wie es gelaufen ist", sagt Rainer Beck. "Die ESBG ist sich bis auf den DEB, Kaufbeuren und Riessersee einig und der DEB wurde klar in seine Schranken verwiesen."

Die juristische Einschätzung, dass der DEB nur mit seinen ursprünglichen zwei Stimmanteilen an der ESBG Stimmrecht hat und nicht mit seinen treuhänderisch gehaltenen Stimmen, darf als klare Niederlage des DEB gewertet werden. Deshalb konnte sich der Verband mit seinen Vorstellungen am Mittwoch auch nicht durchsetzen. "Höchstens 12 Vereine, Zerschlagung der ESBG, ein Unterbinden der Annäherung an die DEL, die Frage nach dem Geschäftsführer - keines seiner Ziele hat der DEB erreicht", sagt Rainer Beck. Bezeichnend das Abstimmungsverhalten in relevanten Punkten wie dem Klassenerhalt Bremerhavens oder einer Annäherung an die DEL, wo die Gegenstimmen von Seiten des DEB, Kaufbeurens und Riessersees kamen. "Es sind sich ansonsten alle einig, dass eine Annäherung zur DEL kommen muss und die Geschäftsführung hat einen klaren Auftrag erhalten", sagt Rainer Beck. Einen möglichen Knackpunkt dieser Annäherung nennt Ernst Rupp in der Heilbronner Stimme: "Es sollen erst einmal weitere Gespräche mit der DEL geführt werden, um Sicherheit zu haben, ob der Auf- und Abstieg gewährleistet ist."

Nachdem nun auch die Schiedsgerichts-Verhandlung am Samstag abgesagt ist und auch Landshut die Lizenz erhält und Rainer Beck nach den Ergebnissen vom Mittwoch auch mit den Cannibals in der 2. Bundesliga weiterspielen wird, stellt sich noch die Frage, nach der von ihm finanzierten Liga. "Diese Frage ist natürlich am Ende der Sitzung auch aufgetaucht", sagt Beck. "Ich habe einen Hauptsponsor an der Hand, aber der geht nur rein, wenn der DEB komplett draußen ist. Das Gleiche gilt für meine Gelder. Das ganze ist derzeit also aufgeschoben, aber nicht aufgehoben, falls sich da etwas ändert."

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Re: Eishockeynews vom 20.07.2012

Beitragvon Petra » 20.07.2012, 07:53

Dresdner Eislöwen droht wegen Hallenproblematik das Aus
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Die EnergieVerbund Arena in Dresden
Foto: Imago

Eigentlich ist seit dem Mittwoch klar, dass die 2. Bundesliga 2012/13 mit 13 Clubs spielt. Doch ein Club wackelt gewaltig: Die Dresdner Eislöwen. Grund ist die ungeklärte Hallensituation. Nach dem Wassereinbruch im Vorjahr sollte die Halle eigentlich im Sommer saniert werden. Doch die Sanierung ist derzeit wegen Statikproblemen unterbrochen, das Dach wird nun frühestens Ende Oktober fertig sein. Dies aber auch nur, wenn noch im Juli die Sanierung fortgesetzt wird und keine weiteren Probleme auftreten.

Da ein Gespräch zwischen den Eislöwen, dem Stammverein ESCD e.V. und der Stadt Dresden in Person von Sven Mania, Leiter des Sportstätten- und Bäderbetriebes der Stadt Dresden keine Lösung brachte (keine Ausweichspielstätte seitens der Stadt Dresden, keine Zusage über einen finanziellen Ausgleich), ist laut Noch-Geschäftsführer Matthias Broda nun sehr fraglich, ob die Eislöwen überhaupt in die kommende Saison werden starten können. "Die kommende Saison wird nur gespielt, wenn vor dem Saisonstart alle Probleme bis ins Detail geklärt sind. Wir müssen gemeinsam einen Weg finden, damit in Dresden nicht auf viele Jahre das Eis abgetaut wird. Jetzt sind alle gefragt, Gesellschafter, Geschäftsführer, Sponsoren, Fans, Stadträte, Freunde, aber vor allen Dingen unser Vermieter, die Stadt Dresden. Aber ich mache es noch einmal deutlich, und da bin ich mir mit den Gesellschaftern einig, die Betriebsgesellschaft wird keine neuen Schulden machen, denn dann gäbe es auch keine positive Führungsprognose mehr. "

Auf der ESBG-Tagung am Mittwoch wurden bereits einige Szenerien mit den Verantwortlichen durchgegangen: So ist weder ein regulärer Spielbetrieb in einem Freiluftstadion noch in der viel zu kleinen Trainingshalle möglich. Möglich ist es aber, an einem anderen Standort außerhalb Dresdens zu spielen und die Saison nur mit Auswärtsspielen zu beginnen. Sollte keine gesicherte Spielstätte vorzuweisen sein, dann kann den Eislöwen immer noch die Lizenz seitens der ESBG entzogen werden. Sollten die Eislöwen 2012/13 tatsächlich nicht aufs Eis gehen können, müssten sie 2013/14 einen Neustart in der sächsischen Regionalliga Ost versuchen.

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