
DEB-Präsident Uwe Harnos
Foto: City-Press
Der Rücktritt von Vize-Präsident Raymond Schneeweiß, sowie eine Satzungsänderung, die Kapitalgesellschaften die Mitgliedschaft im DEB erlaubt, waren die wichtigsten Punkte bei der DEB-Mitgliederversammlung am Samstag.
Doch der Reihe nach: Da keine Wahlen anstanden (erst wieder 2014) besteht das Präsidium künftig neben Präsident Uwe Harnos nur noch aus den Vize-Präsidenten Erich Kühnhackl und Manuel Hüttl, da der erst 2010 gewählte Schneeweiß von seinem Amt zurückgetreten ist. "Wie wir künftig in der Aufteilung damit umgehen, muss sich erst noch zeigen", so Uwe Harnos.
Mehr Zündstoff als auf den ersten Blick gedacht, liefert die Tatsache, dass künftig Kapitalgesellschaften Mitglied im DEB werden können. Denn dadurch würde theoretisch das Konstrukt der ESBG überflüssig werden und Präsident Harnos sieht die Tatsache, dass dies mit überwältigender Mehrheit beschlossen wurde, als klares Votum an den DEB für die Einheit des Spielbetriebes zu sorgen. "Der Weg für Kapitalgesellschaften, die derzeit am Spielbetrieb der 2. Bundesliga teilnehmen, unter das Dach des DEB ist jetzt frei. Wir verstehen dieses Ergebnis als klaren Auftrag und versuchen nun an einer Lösung zu arbeiten", so Harnos. So wird der ESBG-Gesellschafter-Versammlung am 18. Juli entscheidende Bedeutung zukommen. Harnos kündigt auch bereits an, dass der DEB bei diesem Termin klare Konzepte vorlegen will, wie er sich die Zukunft der Zweitligisten vorstellt. Nicht wenige erwarten möglicherweise den Antrag auf Auflösung der ESBG. Der große Showdown im deutschen Eishockey scheint also erst noch bevor zu stehen.
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Tobias Welck
Quelle: www.eishockeynews.de

