Jung beendet Zitterpartie
Steelers gewinnen bei den Lausitzer Füchsen mit 5:3 (1:0, 2:0, 2:3)
Nach vier Niederlagen in Folge feierten die Steelers mit dem 5:3 bei den Lausitzer Füchsen gestern wieder einen Sieg in der 2. Bundesliga. Morgen können die Steelers den Play-off-Einzug perfekt machen.

Alexander Serikow (links, hier gegen den Essener Torhüter Jochen Reimer) traf gestern in Weißwasser für die Steelers zum 1:0 und zum 3:0. Am Ende wurde es nochmals eng. Foto: Jens Christ
Mit großem Kampfgeist versuchten die Lausitzer Füchse vor 1900 Zuschauern in Weißwasser gegen die Steelers aus Bietigheim Punkte für den Ligaerhalt zu holen. Nach einem 0:3-Rückstand waren sie nahe dran, am Ende hatten sich aber die technisch und spielerisch deutlich besseren Gäste durchgesetzt. Den Sieg hatten die Bietigheimer auch ihrem überragenden Torhüter Koslow zu verdanken.
Bei den Steelers nahm Stürmer Rod Hinks den durch Kesas Sperre frei gewordenen Kontingentplatz ein und bedankte sich für seinen Einsatz mit dem Treffer zum 2:0 in der 24. Minute, als er den Puck aus der Distanz im Netz versenkte. Die Steelers in Führung gebracht hatte Alexander Serikow in der 16. Minute. Bis dahin hatten die Lausitzer Füchse mehr Spielanteile, konnten sich gegen die sichere Defensive der Gäste nicht entscheidend durchsetzen. Was dennoch durchkam, meisterte Patrick Koslow, an dem Fitzpatrick und Szabo in aussichtsreicher Position scheiterten.
Serikow gelang aus dem Powerplay heraus in der 26. Minute auch das 3:0. Zwischen der 32. und 37. Minute kassierten die Steelers drei Zeitstrafen in Folge, hielten aber glänzend dagegen. Neben dem Sieg, dem ersten nach vier Niederlagen in Folge, waren es gestern auch zuletzt vermisste Komponenten wie Laufbereitschaft, Einsatzwillen und Teamgeist, die zu den drei Punkten geführt haben. Aus einem Powerplay heraus gelang Carsten Gosdeck der Anschlusstreffer (42.). Steelers-Verteidiger Danny Grover war gerade mal eine Sekunde zuvor von der Strafbank zurückgekehrt. Als Grover kurz darauf erneut von Schiedsrichter Aumüller vom Eis geschickt wurde, schlug Gosdeck in Überzahl erneut zu.
Die dritte Strafzeit gegen Grover innerhalb von sieben Minuten überstanden die Steelers ohne Gegentreffer - im Gegenteil: Dan Heilman gelang bei Unterzahl das 2:4. Nach dem 3:4 durch Chanse Fitzpatrick (55.) wurde es nochmals eng, Florian Jung sorgte mit einem Emty-Net-Goal 40 Sekunden vor Schluss für das 5:3 und die Entscheidung.
Morgen (18.30 Uhr) gastieren die Crimmitschauer Eispiraten in Bietigheim (siehe auch nebenstehenden Bericht). Mit einem Sieg wäre der Einzug der Steelers in die Play-offs perfekt und ihnen zumindest Platz sieben sicher.
VON CLAUS PFITZER
Quelle: Bietigheimer Zeitung

