Präsentation des Steelers-Teams auf dem Pferdemarkt vollkommen unprofessionell

Nachdem einer nach dem anderen auf die Bühne des Festzeltes beim Bietigheimer Pferdemarkt gekommen war, verschwanden die Steelers-Cracks postwendend geschlossen wieder von selbige, um dann noch gemeinsam an reservierten Tischen etwas zu trinken und zu essen. Foto: Werner Kuhnle
Schade, schade. Nachdem die Mannschaft von Eishockey-Zweitligist SC Bietigheim-Bissingen bisher eine starke Vorbereitung gespielt, dabei am vergangenen Wochenende zwei herausragende Pokalspiele gegen die DEL-Teams der Frankfurt Lions (3:2-Sieg) und Kassel Huskies (3:4 n.P.) geliefert hat und nur um Haaresbreite an der Sensation Einzug ins Viertelfinale vorbei geschrammt ist, haben die Vereinsverantwortlichen einmal mehr gezeigt, wo der Schuh vor allem noch drückt. Bei der Werbung/Vermarktung des Vereins ist noch ganz viel Luft nach oben. Die gestrige Präsentation der Mannschaft im Festzelt auf dem Bietigheimer Pferdemarkt war eine ganz schwache Vorstellung, die Spieler und Trainer Christian Brittig konnten einem im Grunde nur leid tun. Nicht einmal acht Minuten dauerte es, dann waren die einzeln auf die Bühne gekommenen Puckjäger auch schon wieder von selbiger verschwunden. Außer Uwe Frauendienst, der als Moderator fungierte, dabei lediglich die Spieler namentlich vorstellte und noch ein paar wenige Worte verlor, woher sie kamen oder ob sie schon vergangene Saison beim SC gespielt haben, sagte keiner ein Wort.
Während das Steelers-Team auf dem Eis die Funken sprühen lässt, waren Emotionen gestern Fehlanzeige. So befand auch der neue und seit Mitte Juli im Amt befindliche Steelers-Präsident Hans-Günther Neumann: "Dieses Drehbuch muss kommende Saison anders geschrieben werden."
Für Trainer Christian Brittig, derzeit mit einem gebrochenen Knöchel am linken Fuß beeinträchtigt, werden indes die personellen Sorgen etwas größer. Nach Heiko Smazal (linke Mittelhand gebrochen), bangt der SC-Coach auch um Verteidiger Andreas Geipel. Der Ex-Landshuter zog sich am Wochenende eine Verletzung an der linken Hand, eine Kernspintomographie soll heute Genaueres hervorbringen. Wenns ein schwerwiegenderer Befund sein sollte, wird Geipel voraussichtlich noch heute in den Flieger steigen und zu einem Handspezialisten nach Westerland, zudem SC-Geschäftsführer Volker Schnabel gute Kontakte hat, verfrachtet. ak
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