Bietigheimer Zeitung vom 05.09.08




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Bietigheimer Zeitung vom 05.09.08

Beitragvon Petra » 05.09.2008, 12:00

Letzte Testspiele für Steelers

Gegen Straßburg und Dornbirn fallen Smazal, Geipel und Serikow aus

Letzte Testspiele für die Steelers. Heute (20.00 Uhr) kommt der französische Erstligist Etoile Noire Straßbourg, am Sonntag (18.30 Uhr) der österreichische Zweitliga-Meister EC-Trend Bull Dogs Dornbirn.

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Alexander Serikow (Mitte, hier gegen Kassel) wird den Steelers in den beiden letzten Testspielen fehlen. Dafür wird Dominik Hammer in der ersten Reihe und an der Seite von Justin Kelly (re.) und Brent Walton (hinten) spielen. Foto: Jens Christ

Wenn Eishockey-Zweitligist SC Bietigheim-Bissingen in der heimischen Ellental-Eisarena heute und am Sonntag seine letzten Vorbereitungsspiele absolviert, sind zwar kaum derart hochklassige und vor allem dramatische Partien wie zuletzt im Pokal gegen die DEL-Teams aus Frankfurt und Kassel zu erwarten. Aber die Aufgabenstellung muss erst einmal gelöst werden, zumal mit Andreas Geipel und Heiko Smazal zwei der Top-Verteidiger verletzungsbedingt ausfallen. Geipels Verletzung an der rechten Hand - hier hatte er einmal einen Kahnbeinbruch - hat sich immerhin zum Glück nicht als gar so schwerwiegend herausgestellt, bis kommenden Dienstag wird aber nicht mit dem Schläger arbeiten. Smazal fällt nach Mittelhandbruch bekanntermaßen mehrere Wochen aus. Ebenfalls nicht spielen wird am Wochenende auch Stürmer Alexander Serikow (Adduktoren), der bisher einen starken Eindruck hinterlassen hat. "Nur gut, dass wir dank der guten Zusammenarbeit mit Orthema, die unsere verletzten Spieler betreuen und sie mit Spezial-Schienen und ähnlichem versorgen, diese verletzten Spieler dadurch schnell wieder aufs Eis bringen. Ein großer Vorteil", sagt SC-Trainer Christian Brittig.

"Wir werden gegen Straßbourg und Dornbirn sicher mehr Scheibenbesitz haben als in den Pokalspielen, werden mehr im Angriff sein. Es wird darauf ankommen, sich im gegnerischen Drittel festzubeißen und durchzusetzen, nach hinten aber genau so konzentriert zu agieren. Sonst kriegen wir einen Konter nach dem anderen", lautet die Vorgabe vom Steelers-Trainer für die letzten zwei Testspiele.

Bedingt durch die Ausfälle werden die Sturmreihen wie folgt aussehen: Kelly/Walton/Hammer - Schmidt/Kaufmann/Degn - Jung/geisberger/Noe - Heilmann/Rene Schoofs/Seyller, hier wird zudem Beck dabei sein. Die Verteidiger-Paare sind: Andress/Wrobel, Robitaille/Neumann, Pascal Schoofs/Dotzler.

Mit blick auf das erste Punktspiel am nächsten Freitag bei Aufsteiger Dresdner Eislöwen erwartet SC-Sportdirektor Michael Komma eine ganz heiße und enge Angelegenheit. "Dresden ist Aufsteiger, und Aufsteiger sind vor allem zum Saisonstart auswärts ganz schwer zu spielen. Da herrscht Riesen-Euphorie, die Halle wird voll sein. Ich glaube nicht, das wir da deutlich gewinnen werden, aber gewinnen wollen wir jedenfalls."

Im ersten Heimspiel kommt es dann zum Duell mit dem EHC München. Und da haben die Steelers aus der vergangenen Saison noch ein dickes Hühnchen zu rupfen. Obwohl zwei Mal das bessere Team, mit den klar besseren Chancen, gab es zwei Heimniederlagen (1:3, 0:1) gegen die Puckjäger aus der bayerischen Hauptstadt. In München verlor der SC Spiel eins mit 1:2 n.P., gewann Partie zwei mit 2:1 n.V. Also alle vier Spiele knappe Angelegenheiten, die in der Summe deutlich zu Ungunsten der Steelers ausgingen.

VON ANDREAS KLEINERT

Quelle: http://www.bietigheimer-zeitung.de
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Petra
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von Anzeige » 05.09.2008, 12:00

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Re: Bietigheimer Zeitung vom 05.09.08

Beitragvon Petra » 05.09.2008, 12:09

"Im Nachhinein kommts mir wie ein kleines Wunder vor"

Zehn Neuzugänge hat Eishockey-Zweitligist SC Bietigheim-Bissingen verpflichtet. Mit Stephane Robitaille ist den Steelers dabei ein ganz erfahrener Fisch ins Netz gegangen. Wir stellen ihn vor.

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Schon in der Vorbereitung einer der großen Stützen der Steelers-Defensive, machte Verteidiger Stephane Robitaille (vorne) im Pokalspiel gegen Kassel auch seinen ersten Treffer für seinen neuen Verein. Foto: Jens Christ

Einen Verteidiger seines Kalibers haben die Steelers wohl noch nicht gehabt. Rund 500 DEL-Spiele hat der mittlerweile 38-jährige Stephane Robitaille auf dem Buckel, dabei pro Saison mindestens drei und maximal 13 Tore erzielt. Die letzten zwei Jahre spielte er für die Hannover Scorpions. Dabei zog er sich im September 2007 einen Kreuzbandriss zu. "Ich dachte, das wars. Jetzt ist deine Karriere auf einen Schlag zu Ende. Aber ich hatte großes Glück, musste nicht operiert werden. Ich habe zwei Monate nicht gespielt. Dann bin ich wieder aufs Eis und habe mich beinahe wie ein Einbeiniger gefühlt. Keine Kraft im rechten Bein, da ging fast nichts. Ich habe viel Muskeltraining gemacht, nach vier Monaten war ich wieder voll da. Im Nachhinein kommts mir wie ein kleines Wunder vor", erzählt Robitaille, der sehr gut deutsch spricht.

Zum ersten Mal auf dem Eis stand der in Quebec/Kanada geborene und Levis (150 000 Einwohner, nahe Quebec) lebende Robitaille mit drei Jahren. Die Eishockey-Karriere startete bei Novice in St. Romuald (zwei Jahre). Es folgten Atore in St. Remuald (2), Pee wee in Levis (2), Bantam in Levis (23), Midget in Ste. Foy (1), Cegep in Levis (1), ehe es für vier Jahre in die USA nach Troy (Bundestaat New York) zu RPI (Universität) ging. Für Troy (Capital District Islanders) spielte der Verteidiger auch ein Jahr in der AHL.

Dann gings erstmals nach Europa, Dänemark war für ein Jahr das Ziel. Dabei ging sein Bruder Martin (Stürmer, 39 Jahre) mit ihm, gemeinsam spielten sie im gleichen Team und waren dort die einzigen Ausländer. Während Martin nach diesem Jahr wieder zurück in die Heimat flog, folgten bei Stephan vier Jahre Österreich, eines in Graz, drei beim EC Kapfenberg. Bevor es über ein nur wenige Monate dauerndes Engagement im schweizerischen Biel erstmals nach Deutschland ging. Nach sechs Jahren Kassel zog es Robitaille für ein Jahr nach Frankreich (Rouen), ehe er zurück nach Deutschland kam. Ein Jahr Duisburg und die letzten zwei, wie erwähnt Hannover, waren die Stationen.

Jetzt ist Robitaille beim SC Bietigheim-Bissingen und hat mit den Steelers einiges vor. "Ich denke schon, dass wir die Qualität haben, vorne mitzuspielen, auch wenn ich die zweite Liga kaum kenne", sagt er. Und fügt hinzu: "Wir haben sehr gute deutsche Spieler, der Unterschied zum Durchschnitt der DEL ist da sehr gering, im Grunde kaum vorhanden."

Sorge, dass die zuletzt gezeigten starken Leistungen in den Pokalspielen gegen die Frankfurt Lions und Kassel Huskies zu Leichtsinn verleiten könnten, hat Robitaille nicht. "Wir haben genug Erfahrung im Team, um zu wissen, wenn wir nicht jede Partie hart spielen und an die Grenze gehen, kann es nichts werden. Wir werden als einer der Favoriten gehandelt und somit in jedem Spiel Gejagter sein. Kein Grund also, irgendjemand auf die leichte Schulter zu nehmen."

Was Robitaille in Eishockey Deutschland besonders viel Spaß macht, sind "die Fans, die Stimmung". "Bei uns in Kanada sitzen die Leute bei den Spielen und schauen, es ist ein Familien-Event. Da singen keine Fans pausenlos durch und feuern dich ständig an." Über die SC-Anhänger ist Robitaille voll des Lobes: "Unglaublich, was die veranstalten und wie die uns auswärts begleiten. Das hilft uns enorm, wir bekommen das auf der Bank, aber auch auf dem Eis mit. Das pusht ungemein, macht riesig Spaß."

Stephane Robitaille wird auch außerhalb des Eises mächtig auf Trab gehalten. Gemeinsam mit seiner deutschen Freundin Claudia, mit der er seit sieben Jahren zusammen lebt, hat er zwei Kinder. Den fünf Monate alten Luc-Mathas und den zwei Jahre und zehn Monate alten Ian-Philip. "Ich brauche wohl keinem der Kinder hat sagen, was da den ganzen Tag so los ist. Aber es ist einfach wunderbar." Ob Robitaille seine Claudia irgendwann heiraten wird, diese Frage steht derzeit eher im Hintergrund. Um die Zukunft macht sich der Bauingenieur (in den vier Jahren USA studiert) aber schon seine Gedanken. "Wir haben in Levis ein Haus, da wollen wir hinziehen, wenn es mit Eishockey spielen vorbei ist. Das wird speziell für Claudia vermutlich erst einmal nicht so einfach, schließlich verlässt sie ihre Heimat. Ich werde wohl erst noch einmal zur Schule gehen, um den Bauingenieur in mir wieder zum Vorschein zu bringen, und muss dann einen Job finden. Es steht uns also noch einiges bevor."

Eishockey spielen möchte Robitaille noch "so zwei, drei Jahre". Der Verteidiger: "Mir geht es gut, ich habe noch jede Menge Spaß am Eishockey und alles zu geben, um mit der Mannschaft zu gewinnen, ist einfach das Größte." Wäre gut, die Steelers könnten ihn bis zu seinem Karriereende an sich binden. Denn dieser Robitaille wird auch noch mit 40 Jahren jeden Cent wert sein.

VON ANDREAS KLEINERT



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Schon in der Vorbereitung einer der großen Stützen der Steelers-Defensive, machte Verteidiger Stephane Robitaille (vorne) im Pokalspiel gegen Kassel auch seinen ersten Treffer für seinen neuen Verein. Foto: Jens Christ
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Mit 38 Jahren noch heiß auf Erfolge im Eishockey: Steelers-Neuzugang Stephane Robitaille. Foto: Avanti
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