Bietigheimer Zeitung vom 08.09.08




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Bietigheimer Zeitung vom 08.09.08

Beitragvon Petra » 08.09.2008, 07:09

Sieben auf einen Streich und Shut out Steelers besiegen im letzten Test Dornbirn 7:0

In ihrem letzten Testspiel haben die Steelers gestern den österreichischen Zweitliga-Meister EC-Trend Bull Dogs Dornbirn mit 7:0 vom Eis gefegt.

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Steelers-Stürmer Gregory Schmidt (Mitte) erzielt hier das 1:0 im gestrigen Test gegen Dornbirn. Am Ende hatte Schmidt drei Tore erzielt. Foto: Avanti

Am vergangnen Freitag feierte der SC Bietigheim-Bissingen mit vorletzten Testspiel gegen Straßburg einen 3:0-Sieg und somit KeeperPatrick Koslow einen Shut out. Gestern kam nun auch Sinisa Martinovic zu einem derartigen Erfolgserlebnis, er hielt seinen Kasten gegen Dornbrin sauber. Dabei hatte er allerdings auch nicht allzu viel zu halten, zu schwach war der österreichische Meister der Nationaliga, die die zweite Liga in Österreich stellt.

Die Steelers mussten gestern mit Heiko Smazal (Mittelhandbruch), Andreas Geipel (Hand verletzt), Alexander Serikow (Adduktoren) und Brent Walton, der sich am Freitag einen Pferdekuss eingehandelt hatte, gleich auf vier ihrer Akteure verzichten. Dafür bekamen die Youngster sehr viel Eiszeit und nutzten diese großteils auch gut. Die Sturmreihen warenbedingt durch die Ausfälle ziemlich durcheinandergewirbelt. In Reihe eins spielten Kelly/Kaufmann/Hammer, in Reihe zwei Schmidt/Degn/Geisberger, in Reihe drei Seyller/Heilman/Rene Schoofs und in Reihe vier Beck/Noe/Jung. Die Verteidigerpaare waren wie am Freitag Andress/Wrobel, Robitaille/Neumann und Dotzler/Pascal Schoofs.

Aufs Tempo drückten die Steelers vor allem im ersten Abschnitt, der körperliche Einsatz hielt sich auf beiden Seiten insgesamt in Grenzen. Bereits nach 3:10 Minuten erzielte Schmidt auf Zuspiel von Degn und bei Überzahl SC das 1:0 für die Gastgeber. Apropos Überzahl. Schiedsrichter Marcus Brill verhängte in dieser überaus fairen Partie neun Zwei-Minutenstrafen gegen die Österreicher und vier gegen den SC. Die Gäste konnte allerdings auch in Überzahl nichts bewirken. Die Steelers waren vier Mal im Powerplay erfolgreich. Neben dem 1:0 waren dies das 4:0 und 5:0 durch Schmidt (28:34, 30:27) und 7:0 durch Robitaille (59:26). Das 2:0 erzielte Viktor Beck nach gutem Zuspiel von Jung (9:26), das 3:0 Dan Heilman (18:55) per Abstauber, nachdem ein Schuss von Degn an die Latte gegangen war. Das 6:0 markierte Andrej Kaufmann (52:26), dem dieser Treffer sichtlich gut tat.

Mit der Partie gegen Dornbirn haben die Steelers eine sehr erfolgreiche Vorbereitung beendet, deren Höhepunkte zweifelsfrei die Pokalspiele waren und die Appetit auf die anstehende Spielzeit gemacht hat.

VON ANDREAS KLEINERT

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Re: Bietigheimer Zeitung vom 08.09.08

Beitragvon Petra » 09.09.2008, 15:25

Wenn Lisa kommt, wird Deutsch gepaukt

Zehn Neuzugänge hat der SC Bietigheim-Bissingen mit Blick auf die kommende Saison verpflichtet. Einer von ihnen ist der Kanadier Brent Walton, den wir Ihnen heute vorstellen wollen.

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Brent Walton holt mit den Steelers zum großen Schlag aus. Vorne mitspielen heißt die Devise. Foto: Jens Christ

Steelers-Sportdirektor Michael Komma nennt auf Grund seiner körperlichen Erscheinung in Verbindung mit seiner Torgefahr "Kugelblitz". In Anlehnung an den einstigen brasilianischen Fußball-Bundesligaaspieler Ailton, in Reihen von Werder Bremen. Und mit dem 1,75 Meter großen und 83 Kilo schweren Brent Walton ist den Steelers ganz offensichtlich auch eine richtige Grante ins Netz gegangen (kam vom Ligarivalen Landshut Cannibals). Der 24-Jährige, in Georgetown (Bundesstaat Ontario) geborene und in der 15000-Seelen-Gemeinde Elmira lebende Kanadier ist ein sehr torgefährlicher Stürmer und vor allem ein Wuhler vor dem Herrn, vor allem in den Ecken.

"Ich liebe es, wenn sich mich da attackieren. Da gehts rund in den Ecken", witzelt er und legt damit gleich eine weitere seiner Charaktereigenschaften an den Tag. Denn Walton ist ein aufgeweckter Typ, der gerne einen Spaß macht, einer, dem das Leben richtig Freude bereitet.

Dass er aber fest mit beiden Beinen auf dem Boden steht, und auch für ernsthafte Dinge zu haben ist, zeigt die Tatsache, dass er bereits längerfristig seine Hochzeit geplant hat. Am 13. Juni 2008 wird er seine Lisa (24 Jahre, Managerin eines Bekleidungsladen) heiraten, mit der er seit sechs Jahren zusammen ist. Geheiratet wird in Michigan, wo Lisas Eltern leben, gelebt aber in Elmira, Waltons Heimat.

Dass erste Mal nach Bietigheim-Bissingen wird Lisa in acht Tagen kommen (am 16. September) und dann bis kurz vor den Play-offs auch bleiben. Mit Lisa kommt auch Beckham, ein fünf Jahre alter Labrador-Rottweiler-Mix. Was "Waldo", wie er von seinen Steelers-Teamkollegen genannt wird, gleich wieder zum einem Scherz veranlasst. "Ich weiß gar nicht so recht, wen von beiden ich mehr vermisse."

Wenn seine Lisa endlich da ist, wird sich unter anderem auch gebildet. "Wir werden Deutsch-Stunden nehmen, wollen auf jeden Fall die Sprache lernen", erklärt Walton, der derzeit nur englisch spricht (erst das zweite Jahr in Deutschland.

Kennen gelernt haben sich Walton und seine Lisa an der Universität in Michigan, an der Walton vier Jahre studierte und für die er seine erste Aktivenjahre als Eishockeyspieler verbrachte. Dabei spielte er ein Jahr sowohl für die Dayton Bombers (ECHL) als auch die Syracuse Crunch (AHL).

Angefangen dem Puck nachzujagen hat er mit drei Jahren. "Meine Eltern wollten mich so mit anderen Kindern zusammenbringen, schließlich spielt in Kanada fast jeder Eishockey, und die Wahrscheinlichkeit, so Anschluss zu finden, ist enorm groß", erklärt Walton. Schon von Kindesbeinen an war einer seiner Freunde Dennis Wideman, der unlängst für 15.75 Millionen Dollar und vier Jahre bei den Boston Bruins in der NHL unterschrieben hat. Dabei gehört Wideman quasi zur Familie, ist er doch mit Waltons Schwester Dayna zusammen.

Überhaupt Familie. Die steht bei Brent Walton an oberster Stelle. So werden irgendwann zwischen Weihnachten und Neujahr seine Eltern, Vater Ron und Mutter Sue, für zwei Wochen nach Bietigheim kommen. "Das haben sie auch letztes Jahr schon gemacht, als ich in Landshut gespielt habe. Wir halten sehr zusammen. Die Familie gibt Rückhalt und Sicherheit."

Glück hatte Walton bisher auch in Sachen Verletzungen. "Da war noch nix, ich habe in den letzten sieben Jahren kein Spiel verpasst. Ich hoffe, das geht so weiter." Jedenfalls fühlt er sich beim SC pudelwohl und er ist top fit. "Als ich nach Landshut kam, ich wurde ja spät verpflichtet (kam erst im fünften Spiel, die Red.), fehlte mir natürlich das Training mit der Mannschaft. Jetzt habe ich eine Sommervorbereitung mit dem ganzen Team mitgemacht und bin in sehr guter Verfassung. Und mit Kelly und Serikow habe ich so schnell zusammengefunden, wie es selten in einer neuen Sturmreihe funktioniert. macht einfach riesig Spaß. Wir sind auch insgesamt ein gutes Team und ich denke, es spricht nichts dagegen, dass wir vorne mitspielen."

Vielleicht gelingt es ja Walton auch, seine Lieblingsmusik als Stimmungsmacher einzubringen. der 24-Jährige steht auf Country-Musik, sein Favorit ist George Strait. "Ich weiß, in Deutschland ist das nicht so populär. Bei uns zuhause hören das alle meine Freunde." Neben der Tatsache, dass ihm die Stadt Bietigheim-Bissingen, aber auch die Gegend drum herum gut gefällt, mag er auch die hiesige Küche. "Ja, hier gibts leckere Sachen. Diese Spätzle sind gut." Mögen sie ihm die Kraft geben, stets als Sieger aus den runden Ecken hervorzugehen...

VON ANDREAS KLEINERT

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