Bietigheimer Zeitung vom 09.05.08




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Bietigheimer Zeitung vom 09.05.08

Beitragvon Petra » 09.05.2008, 09:07

Halifax, 09. MAI 2008

Eine WM voller Desaster

Deutscher Eishockey-Bund gerät immer stärker in die Kritik

Erst der Fall Busch, dann der Fauxpas mit dem nicht spielberechtigten Jason Holland und die Pleite gegen Norwegen: Für den Deutschen Eishockey-Bund wird die WM in Kanada zu einem desaströsen Auftritt.

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Sinnbildlich: Die deutsche Nationalmannschaft - hinten Michael Bakos - kommt bei der WM nicht auf die Beine. Foto: dpa

Der Einzug des deutschen Eishockey-Nationalteams in die WM-Zwischenrunde und der damit verbundene Klassenerhalt ist das einzig Positive der vergangenen Tage. Nach dem blamablen 2:3 (1:0, 1:1, 0:2) gegen Norwegen nahmen die Deutschen keine Punkte mit in die Zwischenrunde, was wiederum das Viertelfinale und gar die Olympiaqualifikation in weite Ferne rücken lassen. Dabei konnte der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) noch froh sein, nach dem unerlaubten Einsatz von Jason Holland in den ersten zwei Spielen keine Punkte abgezogen bekommen zu haben, was die Play-downs bedeutet hätte.

Schlussendlich sitzt auch die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) dem DEB weiterhin im Nacken und schließt weitere Maßnahmen gegen Florian Busch nicht aus. Der Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof (Cas) in Lausanne ist denkbar, nachdem der Profi der Eisbären Berlin nach seinem verweigerten Doping-Test vom Internationalen Eishockey-Verband die Spielgenehmigung bekommen hatte. "Die Wada wird die Entscheidung des Weltverbandes IIHF bewerten und entscheiden, ob sie nachfolgende Maßnahmen einleitet oder nicht", teilte die Wada mit.

Aus Sicht des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) können sowohl die Wada als auch die Nationale Anti-Doping-Agentur (Nada) zuerst in Deutschland Rechtsmittel einlegen, was der Verband zur Klärung sogar befürwortet. Artikel 13 des Nada-Codes sehe den Gang vor das neue nationale Sportschiedsgericht oder das ad-hoc-Schiedsgericht des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) vor. "Wir wissen nicht, warum Nada und Wada das nicht gemacht haben", sagte DEB-Vizepräsident Uwe Harnos. Die Wada sei inzwischen schriftlich informiert worden.

Die Fälle Busch und Holland haben Misstöne in Deutschland laut werden lassen. "Holland war das i-Tüpfelchen. Das passt in das desaströse Bild, was der DEB gerade abgibt", sagte Thomas Eichin, Geschäftsführer der Kölner Haie. DEB-Sportdirektor Franz Reindl hatte die Verantwortung für den Fall Holland übernommen und räumte zunächst Rücktrittsgedanken ein.

Eichin wollte ihn aber nicht als Alleinschuldigen ausmachen. "Ich halte ihn für einen fähigen Mann. Ich glaube, dass er in vielen Dingen alleingelassen wird. Es wäre fatal, Reindl alles zuzuschreiben", sagte Eichin, der auch den DEB-Präsidenten Hans-Ulrich Esken und Vize Harnos in der Verantwortung sieht. Mit Konsequenzen rechnet aber so gut wie keiner. "Die wird es beim DEB nie geben. Die sind zu verwurzelt", sagte der ehemalige Top-Torjäger Dieter Hegen. dpa

Quelle: http://www.bietigheimer-zeitung.de
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Re: Bietigheimer Zeitung vom 09.05.08

Beitragvon Petra » 09.05.2008, 09:10

Der Fall "Holland" ist nicht der erste WM-Lapsus

Einen Fall "Holland" erlebte der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) bereits bei der WM 1987 in Wien. Damals lief für Deutschland Miroslav Sikora auf, der wie Jason Holland bereits für sein Heimatland bei einer Junioren-WM gespielt hatte. Seinerzeit hatte aber der DEB beim Weltverband IIHF die Erlaubnis eingeholt, den gebürtigen Polen Sikora einsetzen zu dürfen. Zwar schwenkte die IIHF nach dem Protest einiger Länder um und zog Deutschland Punkte ab, wegen der zuvor erteilten Genehmigung wurden diese aber der DEB-Auswahl per Gerichtsbeschluss wieder zuerkannt. Beim von der IIHF suspendierten Holland hatte der DEB nicht bemerkt, dass der Deutsch-Kanadier erst drei statt der erforderlichen vier Jahre in Deutschland spielte, um fürs Nationalteam eingesetzt werden zu können. Die Punkte aus dem Sieg gegen die Slowakei durfte Deutschland nur wegen einer sonst befürchteten Wettbewerbs-Verzerrung behalten. eb
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Re: Bietigheimer Zeitung vom 09.05.08

Beitragvon Petra » 09.05.2008, 09:13

Quebec, 09. MAI 2008

Schwede Niclas Wallin nach brutalem Angriff kaltgestellt

Zwei Spiele Sperre bei Zwischenrunde der Eishockey-WM - Schweiz profitiert von schwächelnden Slowaken

Für die schwedische Eishockey-Nationalmannschaft hat die WM-Vorrundenpartie gegen A-Gruppensieger Schweiz noch Auswirkungen: Nach einem brutalen Ellbogen-Check gegen den Kopf von Stürmer Roman Wick in der 55. Minute wurde der schwedische Verteidiger Niclas Wallin mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe vom Eis gestellt. Wick zog sich eine Gehirnerschütterung zu, er fällt sechs bis zehn Tage aus. Wegen der Schwere dieses Fouls entschloss sich die Turnierleitung, Wallin für zwei Partien statt wie in den Regeln vorgesehen nur für eine zu sperren.

Die vom ehemaligen deutschen Nationalspieler Ralph Krueger trainierten Schweizer indes sind nach dem 4:2-Erfolg gegen Schweden erstmals seit den Olympischen Spielen von 1952 in Oslo, die auch als Weltmeisterschaft galten, mit drei Siegen in ein Turnier der höchsten Kategorie gestartet. Zudem war es der erste Sieg gegen die "Tre Kronor" seit 15 Jahren. Schlussendlich profitieren die Eidgenossen auch von den enttäuschenden Slowaken, die als Letzter der Deutschland- Gruppe nun in den Play-downs mit Slowenien, Frankreich und Italien um den Verbleib in der A-WM kämpfen. Weil die Slowakei das Turnier bestenfalls als 13. beenden kann, wird die Schweiz in der Weltrangliste auf von Platz acht auf sieben vorrücken und dabei am bisherigen 6. Slowakei vorbeiziehen. eb
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