Brittig trifft eine gute Wahl
Steelers gelingt prima Start in die Testspielphase - Sturmreihen glänzen
Die beiden prima Auftritte der Steelers beim Viererturnier in Heilbronn deuten zumindest die Richtung für die kommende Saison an: Mit dem SC Bietigheim-Bissingen ist in der 2. Bundesliga zu rechnen.

Neben den neuen Stürmern hatte auch der neue Verteidiger Doug Andres einen prima Einstand im Steelers-Testspieldress beim Turnier in Heilbronn. Am Freitag geht es in Bietigheim-Bissingen erneut gegen die Falken. Foto: Avanti
"Nachdem wir seit Montag auf dem Eis hart gearbeitet haben, hat man in Heilbronn gesehen, dass sich die Mannschaft in die richtige Richtung entwickelt", war Steelers-Trainer Christian Brittig am Sonntagabend schon sehr zufrieden mit dem, was seine Spieler in zwei Spielen gegen die Heilbronner Falken (3:1) und im Finale gegen die DEG-Metro Stars aus der DEL (2:3 nach Penalty) auf dem Eisoval der Lavatec-Arena anboten. Er mahnt aber: "Wir dürfen das ja nicht überbewerten." Für ihn war vor allem wichtig, "dass die Mannschaft gesehen hat, für was sie dreiWochen im Sommertraining und zuletzt fünf Tage auf dem Eis hart gearbeitet hat. Wenn du da gleich zwei Klatschen kriegst, ist das ja nicht so gut."
Gefreut hat sich der Trainer vor allem über den Sieg gegen den Ligarivalen Heilbronn, bei dem das neu zusammengestellte Falketn-Team noch sichtlich Anlaufschwierigkeiten hatte, aber auch schon gute Ansätze zeigte. Gegen die DEG-Metro Stars hat Brittig vor allem gefallen, dass seine Spieler läuferisch immerstärker wurden, nach 0:1-Rückstand zuzusetzen hatten und sogar 2:1 in Führung gingen.
Wenn die ersten Eindrücke, die sich rund 100 Steelers-Fans verschafften, nicht trügen, haben die Steelers für die am 12. September mit dem Auswärtsspiel in Dresden beginnende Saison zumindest zwei außergewöhnlich starke Sturmreihen, die auf Anhieb schon ganz gut harmonierten und viel Torgefahr heraufbeschworen. Allen voran Brent Walton, der genau das tat, was die Steelers von ihm erwarten: Tore schießen! Der kleine Rechtsaußen traf gegen Heilbronnund gegen Düsseldorf. Walton bildete zusammen mit Justin Kelly und Alexander Serikow eine Reihe. Nuancen stärker als Brent Walton war in Heilbronn noch Gregory Schmidt, Center in der Reihe mit Kaspar Degn und Andrej Kaufmann. "Das war schon relativ gut", urteilt Christian Brittig noch vorsichtig über die Auftritte der drei Stürmer, die zum ersten Mal gemeinsam gespielt haben. "Ich wäre ja blöd, etwas zu ändern, wenn"s klappt", deutet der Trainer an, dass er mit seiner Auswahl gleich richtig lag und die beiden Reihen in der Auftaktbesetzung wohl zusammenbleiben werden. Die beiden anderen Offensivreihen bildeten Herbert Geisberger, Dan Heilmann und Dominik Hammer sowie Rene Schoofs, Florian Jung und Max Seyller. "Der hat drei Wochen lang ein Aufbauprogramm verpasst bekommen, so etwas hat er wahrscheinlich noch nicht erlebt", lacht Christian Brittig auf die Frage nach der überraschend schnellen Genesung und des schon sehr couragierten Auftretens von Florian Jung, der sich kurz vor Beginn des Sommertrainings einen Bänderriss zugezogen hat.
Dass Christian Brittig in der Punkterunde nicht wie in Heilbronn praktiziert mit vier Verteidigerpaaren spielen kann, hängt auch an der Ü-23-Regel, wonach nur 15 Spieler über 23 Jahren im Team sein dürfen. "Das hat mit allen acht sehr gut ausgehen. Wir haben überhaupt sehr viel und sehr gut Defensivarbeit geleistet", war er auch mit den Leistungen vor dem eigenen Tor zufrieden. Um gewappnet zu sein, wenn einer der älteren zuschauen muss, ließ Brittig am Wochenende die jungen Marcel Neumann und Pascal Schoofs an der Seite so erfahrener und abgeklärt spielender Cracks wie Stephane Robitaille oder Doug Andres ran. "Der hat richtig gut und solide gespielt", lobt Brittig den jungen Pascal Schoofs, der bislang im Profikader noch keine Einsätze hatte. Da ist Marcel Neumann schon einige Schritte weiter, er ist schon fester Bestandteil der Steelers-Defensive. Klasse, wie er sich im Derby den Puck geschnappt hat, beherzt losgezogen ist und dann mit einem glasharten Schuss den Pfosten getroffen hat.
Am Freitag testen die Steelers erneut gegen die Falken, dann aber in der Ellental-Eisarena (20.00 Uhr).
VON CLAUS PFITZER
Quelle: Bietigheimer Zeitung

