Zwei Negativserien stoppen
Steelers empfangen heute im vorletzten Rundenspiel Heilbronner Falken
Im vorletzten Spiel der Doppelrunde der 2. Eishockey Bundesliga kommt es heute (20.00 Uhr) im Ellental noch einmal zu einem heißen Tanz. Die Steelers erwarten die Falken des Heilbronner EC zum Derby.

In allen bisherigen drei Spielen gegen Heilbronn fanden
Im Grunde könnte es sowohl der SC Bietigheim-Bissingen als auch der Heilbronner EC heute locker angehen lassen. Die Play-off-Teilnahme haben beide Teams sicher. Es geht lediglich noch um die Endplatzierung. Für die derzeit auf Platz sieben stehenden Steelers (74 Punkte) kann es dabei nicht mehr besser werden, sie könnten allerdings noch auf acht abrutschen und müssten dann gegen den Top-Favoriten Kassel Huskies ran. Allerdings wollen die Steelers heute gleich zwei Negativserien mit einer Klappe beenden. Zum einen gabs zuletzt vier Heimniederlagen in Folge, zum anderen wurden alle bisherigen drei Saison-Partien gegen Heilbronn verloren.
Die Falken, momentan Dritter (89) und mit fünf Siegen in Serie, haben Heimrecht in Runde eins bereits sicher, die Frage ist nur, starten sie von Platz drei oder vier. Dabei wollen die Heilbronner, die eine starke Runde gespielt haben, nun unter allen Umständen Platz drei halten. Um in einem möglichen Halbfinale Kassel aus dem Weg zu gehen. Somit steht für die Falken heute doch einiges auf dem Spiel.
Beim SC Bietigheim-Bissingen sieht dies ein klein wenig anders aus. Der große Druck ist weg, aber völlig unbeschwert gehts dennoch nicht. Vier Heimspiele in Folge verloren und noch kein Sieg in dieser Runde gegen Heilbronn.
Warum es in letzter Zeit insgesamt nicht mehr rund lief, ist hinlänglich bekannt. Nach der 0:4-Heimpleite vergangenen Freitag gegen Bremerhaven reagierte Trainer Christian Brittig und stellte fürs Sonntagspiel in Landshut auf vier Reihen um. Die Steelers boten eine gute Leistung und hätten bei der 1:2-Niederlage durchaus einen Punkt verdient gehabt.
"Auch, wenn ich auf vier Reihen umgestellt habe, ich war insgesamt dennoch sehr positiv über den Auftritt meiner Jungs überrascht. Die Mannschaft hat sich gut erholt gezeigt und taktisch prima agiert", erklärt Steelers-Trainer Christian Brittig. Und er fügt hinzu: "Eines ist doch klar. Was sich der Körper antrainiert hat, geht nicht von heute auf morgen verloren. Aber wenn der Akku leer ist, muss eben wieder aufgefüllt werden. Und genau das ist bis zu den Play-offs meine Hauptaufgabe."
Dennoch ist sich Brittig auch bewusst, dass die Steelers-Fans speziell gegen Heilbronn einiges von ihrem Team erwarten. Zumal es bisher drei Niederlagen gegen die Falken gab. "Die Sache ist doch ganz einfach. Wir haben unser Saisonziel erreicht, können also befreit aufspielen. Und wir können uns mit einem guten Spiel gegen Heilbronn rechtzeitig vor den Play-offs noch neues Selbstvertrauen holen und unseren Fans zeigen, dass mit uns noch zu rechnen ist."
Dabei wird Brittig erneut mit vier Angriffsreihen spielen. Als da wären Jacques/Kelly/Serikow, Washburn/Hagelberg/Schweiger, Heilman/Beck/Hart und Jung/Seyller/Schoofs. Bei den Verteidigern wird Strafbankkönig Teemu Kesa, der mit insgesamt 186 Strafminuten und großem Abstand die Liga in dieser Hinscht anführt, wie in Landshut, nicht nominiert. Es werden Grover/Wrobel, Kathan/Smazal und Dotzler/Neumann spielen. Im Tor wird erneut Patrick Koslow stehen, der zuletzt in Landshut ein ganz starkes Spiel machte.
Im letzten Spiel der Doppelrunde gastiert der SC am kommenden Sonntag bei den Regensburger Eisbären, die nach einer schwachen Saison nun immerhin drauf und dran sind, die Klasse auf direktem Weg zu halten und die Play-downs zu vermeiden. Ab kommenden Donnerstag werden die Steelers dann in den Play-offs alles geben, damit sich entweder die Landshut Cannibals oder die Kassel Huskies an ihnen die Zähne ausbeißen.
VON ANDREAS KLEINERT
Quelle: BZ


