Bietigheimer Zeitung vom 15.04.09 Teil 2




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Bietigheimer Zeitung vom 15.04.09 Teil 2

Beitragvon Petra » 15.04.2009, 08:39

PRO: Die Zeit ist reif

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Die Zeit für die DEL ist reif. Die aktuelle Mannschaft ist die beste, die je ein Steelers-Trikot getragen hat. Der kleine, kompetente Kreis der Verantwortlichen hat die professionellen Strukturen geschaffen, von denen in den Jahren vollmundiger Ankündigungen, die nur auf Hoffnungen basierten, stets gesprochen wurde. Durch den Rückzug der Duisburger Füchse wurde unverhofft ein Platz in der DEL frei. Diese Chance nicht zu nutzen, wäre falsch. Denn die Leistungen der Spieler und auch des Trainers wecken Begehrlichkeiten bei anderen Clubs. Ob die Steelers nochmals eine derart starke Saison in der Zweiten Liga spielen, ist ungewiss. Sportlich hat bislang alles gepasst. Ein als Unternehmer erfolgreich tätiger Verwaltungsratsvorsitzender, ein bodenständiger Handwerksmeister als Vereinsvorsitzender, ein cleverer und mit allen Profiwassern gewaschener Sportdirektor sowie ein knallharter Geschäftsführer stehen für eine seriöse Geschäftspolitik. Die hängt entscheidend davon ab, ob der Hauptsponsor zustimmt und sein Engagement in allgemein wirtschaftlich schwierigen Zeiten wesentlich erhöht. Das wäre die logische Konsequenz der bisherigen Aktivitäten, um den Partner zu einer Premiummarke in der Region zu machen, die mit Eishockey eine weitere populäre Mannschaftssportart nach Fußball (VfB Stuttgart) und Basketball (Ludwigsburg) in der Erstklassigkeit hätte.

Bleibt die Frage nach der Spielstätte. Trotz deutlicher Signale, in Bietigheim-Bissingen eine Multifunktionshalle zu bauen, gibt es noch keinen Beschluss. Der wäre zwingende Voraussetzung, um überhaupt an eine befristete Ausnahmegenehmigung für die nicht DEL-taugliche Eishalle zu denken. In enger Abstimmung mit den Fans und einer offensiven Informationspolitik wären Lösungen zur Überbrückung möglich. Etwa in der Form, für die Mehrzahl der Heimspiele eine Ausnahmegenehmigung zu erwirken und einige Topspiele in der Stuttgarter Porsche-Arena auszutragen. Immer mit dem klaren Bekenntnis versehen, dass Bietigheim-Bissingen die Heimat der Steelers ist und bleibt. Handball-Bundesligist Göppingen mit seiner großen Tradition und seinem hohen Fanaufkommen hat es vorgemacht.

Zu warten, bis die neue Arena fertig ist, könnte sich als fatal erweisen. Jetzt ist die Zeit reif, auch wenn sie nicht optimal ist.CLAUS PFITZER
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Re: Bietigheimer Zeitung vom 15.04.09 Teil 2

Beitragvon Petra » 15.04.2009, 08:41

KONTRA: Riskantes Abenteuer

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Bild zum Artikel: KONTRA: Riskantes Abenteuer

Natürlich wäre ein Aufstieg der Bietigheim Steelers in die Deutsche Eishockey-Liga eine tolle Sache für Verein, Mannschaft, Trainer, Fans und Umfeld. Doch die Rahmenbedingungen für ein dauerhaftes Gastspiel in der Eliteklasse müssen stimmen - und das tun sie derzeit eben nicht.

Ein erstes Hindernis ist der Spielort. Die Eishalle Ellental ist weder zeitgemäß noch erstligatauglich. Die strengen Herren von der DEL werden den Steelers eine Ausnahmegenehmigung für ihr in die Jahre gekommenes Stadion gewiss nicht geben. Die angedachte neue Arena in Bietigheim-Bissingen ist, wenn sie denn tatsächlich realisiert wird, frühestens zur Saison 2011/2012 bezugsfertig. Notgedrungen müsste das Team also mindestens zwei Jahre im Exil spielen.

Die derzeit gebaute Multifunktionshalle in Ludwigsburg scheidet aus, weil dort keine Eisfläche vorgesehen ist. So bleibt als Alternative nur die Porsche-Arena in Stuttgart - und die hat gravierende Nachteile. Stichwort Identifikation: Die Steelers sind ein Bietigheimer Club und in der Stadt verwurzelt. Hier ist eine Fan-Szene gewachsen, hier ist das Eishockey zu Hause. In weiten Teilen der Anhängerschaft gibt es Vorbehalte gegen einen Umzug in die "verbotene Stadt". Die berechtigte Sorge der Fans ist, dass in der großen Halle keine Stimmung aufkommt, zumal das Stuttgarter Publikum dem Eishockey in der Vergangenheit stets die kalte Schulter gezeigt hat. Hinzu kommen gewaltige finanzielle Mehrbelastungen. Schätzungen zufolge ist ein einzelnes Heimspiel in der Porsche-Arena mit Kosten von rund 32 000 Euro verbunden. Zudem hätte der Club weitere hohe Kosten zu schultern. Die Lizenz für den letzten freien DEL-Platz schlägt mit 800 000 Euro zu Buche. Und damit die Bietigheimer in Liga eins kein Kanonenfutter werden, sind teure Verstärkungen nötig. Hinzu gesellen sich zusätzliche Aufwendungen für Geschäftsstelle, Organisation und Vermarktung. Um in der Bilanz ein dickes Minus zu vermeiden, müssten die Geldgeber, allen voran Porsche, ihr Investment erheblich ausweiten. Angesichts der Wirtschaftskrise ist fraglich, ob die Unternehmen sich den Luxus Erstliga-Eishockey in der Region leisten wollen. Nur wenn der Etat auf Dauer gesichert ist, darf ein Aufstieg ein Thema sein. Nicht, dass die DEL für die Steelers der Anfang vom Ende ist. ANDREAS EBERLE
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