Steelers besiegen München 2:1 (1:0, 1:1, 0:0) und sind Tabellenführer
Nach zwei Spieltagen und zwei Siegen sind die Steelers aus Bietigheim-Bissingen in der Zweiten Eishockey-Bundesliga Spitze, führen nach dem gestrigen 2:1 gegen den EHC München die Tabelle an.

Kaspar Degn, der dänische Nationalspieler im Steelers-Trikot (rechts), und Andrej Kaufman (Mitte) scheitern auch in dieser Szene am starken Münchner Torhüter Jochen Vollmer. Foto: Avanti
Den Anfang haben die Steelers um ihren Trainer Christian Brittig gut hinbekommen: Nach dem 3:2-Sieg am Freitag in Dresden gewannen sie auch gestern, besiegten den EHC München vor 1400 Zuschauern mit 2:1 (1:0, 1:1, 0:0). Im ersten von 24 Heimspielen in der Hauptrunde - in den Play-offs könnten noch bis zu elf hinzukommen - weckten die Steelers Hoffnungen und Erwartungen an eine ziemlich erfolgreiche Saison. Auch wenn vor allem im in der Effektivität im Überzahlspiel und in der Chancenverwertung noch viel Luft nach oben ist, scheint die Mannschaft vor allem spielerisch doch um einiges stärker als das Vorgängerteam. Vor allem defensiv haben die Steelers doch erheblich an Qualität zugelegt, kassierten in Dresden nur zwei Gegentreffer, gestern gegen die Münchner gar nur einen. Dabei ist die Mannschaft von Trainer Pat Cortina mit ihren vielen langen Kerls und erfahrenen Cracks auch ein Anwärter auf einen Platz unter den ersten vier.
Auch wenn die Gäste aus Bayern, die von rund 100 stimmungsvollen Fans begleitet wurden, gegen Ende des Schlussdrittels nochmals mächtig aufs Tempo drückten und auf den Ausgleich drängten, so hatten sie die knappe Niederlage in erster Linie ihrem Torhüter Jochen Vollmer zu verdanken, der mehrfach glänzend abwehrte. Im zweiten Drittel nach der 2;:1-Führung versäumten es die Bietigheimer, für eine Vorentscheidung zu sorgen. Und als Vollmer in der letzten Minute vom Eis war, flitzte die schwarze Scheibe noch dreimal ganz knapp am Münchner Tor vorbei.
Die Steelers bekamen gleich zu Beginn ausreichend Gelegenheit, das Überzahlspiel zu üben und zu perfektionieren. Im ersten Versuch gingen die Schüsse noch daneben oder auf den Torhüter, im zweiten, den ihnen Schiedsrichter Ninkov anbot, klappte es dann: Mit einem Kracher, knapp hinter der blauen Linie losgelassen, erzielte Doug Andress mit dem ersten Steelers-Heimtor in der Hauptrunde die 1:0-Führung. Die Bietigheimer blieben dran, scheiterten aber mehrfach an Vollmer Dessen Bietigheimer Kollege Sinisa Martinovic war erstmals nach 14 Minuten bei der ersten Überzahl der Münchner gefordert, parierte dabei zweimal glänzend bei Schüssen von Beslagic und Wrigley. Der scheiterte kurz vor der ersten Pause aus Nahdistanz nochmals am Steelers-Torwart. Aufregung gab es in der 24. Minute, als Heatley den Puck zwar im Bietigheimer Tor untergebracht hatte, dabei von Steelers-Verteidiger Geipel geschubst und wurde und mit Schwung Martinovic mit ins Netz beförderte. Ninkovs Ansage war klar: Kein Tor und Strafzeit für Geipel. Die Münchner nutzten die Überzahl zum Ausgleich durch Chris Bahen. Steelers-Coach Brittig nahm sofort eine Auszeit, richtete sein Team neu aus. Mit Erfolg: Keine zwei Minuten nach dem 1:1 gelang Dan Heilman auf Zuspiel von Viktor Beck das 2:1. Das hätten die Steelers ausbauen können, später verteidigten sie den knappen Vorsprung und sind nun Tabellenführer. Der erwartet am Freitag den ETC Crimmitschau, muss am Sonntag nach Ravensburg.
VON CLAUS PFITZER
Quelle: http://www.bietigheimer-zeitung.de

