Steelers und Heilbronner Falken trennen sich im Testspiel 2:2
Mit einem 2:2 (0:1, 1:1, 1:0) endete gestern Abend vor 800 Zuschauern in der Ellental-Eishalle das Testspiel der beiden Zweitligarivalen Steelers und Heilbronner Falken. Die Bietigheimer lagen dabei 0:2 zurück.
In dieser Szene scheiterte Justin Kelly noch am Heilbronner Torhüter Marek Mastic, später gelang ihm der Treffer zum 2:2-Ausgleich. Hinten beobachtet Kellys Sturmpartner Alexander Serikow die Aktion. Foto: Avanti
Mit der von Trainer Rico Rossi angekündigten Revanche der Falken für die 1:3-Niederlage am vergangenen Samstag beim Turnier in Heilbronn wurde es zwar nichts, mit dem 2:2 im gestrigen Testspiel bei den Steelers des SC Bietigheim-Bissingen betrieben sie aber einen Teil Wiedergutmachung und sorgten für neue Erkenntnisse und neue Eindrücke über die ziemlich neue Mannschaft. Da lief der Puck schon wesentlich besser als noch vor ein paar Tagen. Die Steelers waren nach weiteren harten Trainingstagen nicht ganz so frisch wie beim Turnier, sie kämpften aber, bewiesen Moral und holten einen 0:2-Rückstand auf.
Das erste Drittel ging an die Heilbronner Falken, die ohne ihre Förderlizenzspieler aus der DEL angetreten waren. In der zwölften Minute gelang dem neuen Falken-Stürmer Jeffrey Miles die verdiente Führung. Die Gäste wirkten spritziger, waren laufstark und schon wesentlich besser eingespielt als noch sechs Tage zuvor. Zudem konnten sie sich auf Torhüter Marek Mastic verlassen, der eine starke Partie ablieferte.
In der 23. Minute schafften die Heilbronner in Überzahl durch Aaron Power das 2:0, die Strafzeit für die Steelers war in der Sekunde abgelaufen, als der Verteidiger abgezogen hatte. Power machte seinem Namen alle Ehre, war viel unterwegs, bewies gute Spielübersicht und ging auch in der Defensive zur Sache. Mit Power, Pyka und Anderson haben die Falken drei sehr gute Verteidiger neu in ihr Aufgebot aufgenommen. Die gerieten aber mehr und mehr unter Druck, denn die Steelers drängten mit nur noch drei Reihen auf den Anschlusstreffer, überstanden auch eine vierminütige Unterzahl. Glück hatten die Steelers allerdings, dass Frank Petrozza eine tolle Konterchancen nicht verwerten konnte, den Puck knapp über die Querstange jagte.
40 Sekunden vor Ende des Mitteldrittels gelang Brent Walton mit einem Penalty das 1:2. Damit hat der Ex-Landshuter auch in seinem dritten Spiel für die Steelers "sein" Tor erzielt.
Kaum aus der Kabine zurück auf dem Eis, schafften die Steelers den Ausgleich durch Justin Kelly. Dass Brittig unbedingt gewinnen wollte, zeigte die Aktion vier Sekunden vor Schluss. Bei einem Bully im Heilbronner Drittel nahm er Torwart Sinisa Martinovic, der zuvor einige ale gut gehalten hatte, noch vom Eis. Greg Schmidt gewann zwar das Bully und passte auf Geipel, doch beim Schuss des Verteidigers fand der Puck nicht mehr den Weg ins Tor.
Am kommenden Wochenende sind die Steelers auf englischem Eis unterwegs. Allerdings ist das geplante Viererturnier in Sheffield geplatzt, da sowohl die Belfast Giants als auch die Duisburger Füchse ihre Teilnahme abgesagt haben. Jetzt bestreiten die Bietigheimer Steelers, die am Freitag nach England fliegen, am Samstag (19.00 Uhr) und am Sonntag (20.00 Uhr) zwei Testspiele gegen die Sheffield Steelers.
VON CLAUS PFITZER
Quelle: http://www.bietigheimer-zeitung.de

