Bietigheimer Zeitung vom 22.08.08




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Bietigheimer Zeitung vom 22.08.08

Beitragvon Petra » 22.08.2008, 08:02

Zweite Eisfläche gewünscht

SC-Präsident Hans-Günther Neumann sieht dringenden Bedarf

Der neue Präsident des SC Bietigheim-Bissingen, Hans Günther Neumann, sieht dringenden Bedarf für eine zweite Eisfläche. Forderungen stellt er an die Stadt aber keine, er äußert seine Wünsche.

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Unübersehbar: Hans-Günther Neumann ist seit wenigen Wochen Präsident des SC Bietigheim-Bissingen und Aufsichtsrat der Steelers-Spielbetriebs GmbH. Er wünscht sich dringend eine zweite Eisfläche. Foto: Helmut Pangerl

Dass die von Oberbürgermeister Jürgen Kessing ins Spiel gebrachte Multifunktionshalle jüngst durch Kritik von Mitgliedern der CDU-Gemeinderatsfraktion am Umgang Kessings mit diesem Thema ins Gerede gekommen ist (wir berichteten), gefällt Hans-Günther Neumann gar nicht: "Dadurch ist eine Dynamik reingekommen, das tut mir weh. Das Thema Eishalle ist dadurch negativ belegt. Was damit untergeht, ist die dringende Notwendigkeit einer zweiten Eisfläche, die wir uns grundsätzlich wünschen. Die Bevölkerung ist viel zu wenig informiert, welch riesige Vereinsarbeit wir leisten. "

Der seit wenigen Wochen amtierende Präsident des SC Bietigheim-Bissingen, dessen Profimannschaft Steelers und die zahlreichen Jugendmannschaften Hauptnutzer der Eishalle im Ellental sind, zählt die Faktoren auf, die seinem Verein große Probleme bereiten: "Wir haben mittlerweile die schlechteste Eishalle in der Zweiten Bundesliga, können den Gästen keine vernünftigen Kabinen mehr anbieten." Erhebliche und kaum noch zu stemmende Schwierigkeiten bereiten laut Neumann neben der drangvollen Enge in den Sanitärräumen und dem mangelnden Komfort vor allem auch die knapp bemessenen Eiszeiten für Trainings- und Spielbetrieb der elf Jugendmannschaften, der Frauenmannschaft, der Freizeitmannschaft Bomberle und der immerhin in der Bundesliga vertreteten Eisstockschützen. "Wir haben permanent Stress und latente Not, müssen für teures Geld Eiszeiten in Ludwigsburg und in Stuttgart anmieten", berichtet Neumann, der ein vehementer Verfechter einer professionellen Nachwuchsarbeit ist. "Wir haben über 300 Jugendliche, die bei uns spielen. Sechs Spieler aus unserem Nachwuchsbereich haben den Sprung in unser Profiteam geschafft. Das hat sonst kein Zweitligist. Wir ernten unsere eigenen Früchte", ist der Präsident stolz. "Bei uns sieht man Spieler aus Bietigheim-Bissingen und Umgebung in der ersten Mannschaft. Wer kann das in der Zweiten Bundesliga sonst noch aufweisen?" Um die Jugendarbeit weiter zu intensivieren, benötige der SC dringend eine zweite Eisfläche, sagt Neumann. "Die wünschen wir uns so sehr. Für uns ist es schon fünf nach zwölf, wenn nichts geschieht, müssen wir uns Gedanken machen, unsere Jugendarbeit zu reduzieren. Aber das kann politisch niemand wollen." Der neue SC-Präsident hat sich auch Gedanken gemacht, wie eine Lösung aussehen könnte, sollte in dieser Hinsicht etwas passieren: "Wenn es zu einer ganzheitlichen Lösung kommt, spielen wir in der jetzigen Halle mit ihren begrenzten Möglichkeiten, so lange es irgendwie geht, daneben wird eine neue Multifunktionshalle gebaut. Dann hätten wir die zweite Eisfläche für unsere Profimannschaft, unsere Jugend könnte dann in der alten Halle spielen." Von einem nochmaligen Ausbau hält Hans-Günther Neumann nichts: "Man kann aus einer Krähe keine Nachtigall machen." Auch den Bau einer Halle für 3000 bis 3500 Zuschauer sieht Neumann skeptisch: "Wenn wir dann tatsächlich mal nach oben gehen und in der DEL 5000 Plätze vorweisen müssen, wäre ein nochmaliger Ausbau nicht sinnvoll." Der SC-Chef legt allergrößten Wert darauf, dass sein Verein keinerlei Forderungen an die Stadt stellt: "Wir sind Gast in der Eishalle und sehr dankbar, dass wir von der Stadt so unterstützt werden, das ist nicht selbstverständlich und großes Glück. Wir äußern nur unsere Wünsche und müssen dann sehen, was politisch gewollt und finanziell umsetzbar ist." Den Stimmen, die dem SC dazu raten, sich wegen der Hallenfrage an die Sponsoren zu wenden, erteilt Neumann eine klare Absage: "Die Unterstützung durch Sponsoren ist nie selbstverständlich, man sollte das nicht zu sehr ausnutzen."

Da in einer möglichen Multifunktionshalle auch die Handballer des Zweitligisten SG BBM Bietigheim als Nutzer infrage kommen, hofft Neumann auf Gespräche mit der der SG und der Kommune: "Wir müssen wissen, was für beide Vereine sinnvoll ist."
VON CLAUS PFITZER

Quelle: http://www.bietigheimer-zeitung.de
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