Perfekt im ersten Drittel
Steelers gewinnen bei den Tower Stars in Ravensburg mit 5:3 (4:0, 1:3, 0:0)
Die Steelers geben sich in der Zweiten Eishockey-Bundesliga weiterhin keine Blöße, feierten mit dem gestrigen 5:3 bei den Tower Stars Ravensburg vor 2350 Zuschauern ihren vierten Sieg im vierten Spiel.

Justin Kelly (hinten) bewies auch in Ravensburg viel Übersicht, bereitete gestern das 2:0 der Bietigheimer Steelers vor und erzielte das 4:0 selbst. Foto: Avanti
Das war beinahe schon eine Demonstration eines perfekten Auswärtsspiels, was die Steelers da im ersten Drittel aufs Ravensburger Eis zauberten. Hinten sicher, vorne gnadenlos effektiv und treffsicher. Nach 20 Minuten führte die Mannschaft von Trainer Christian Brittig mit 4:0. Nach dem Treffer zum 5:0 zu Beginn des zweiten Drittel schalteten die Bietigheimer etwas runter, kassierten einige Zeitstrafen und innerhalb von drei Minuten drei Tore in Unterzahl, führten nach 28 Minuten plötzlich nur noch mit 5:3. Dabei blieb es dann auch nach 60 Minuten, denn die Bietigheimer gaben sich keine Blöße mehr, zudem war Torhüter Sinisa Martinovic, der gestern wieder den Vorzug vor Patrick Koslow erhalten hatte, auf dem Posten. Drei der fünf Treffer erzielten die Steelers in Überzahl, haben sich auch da schon erheblich gesteigert.
"Die Mannschaft ist direkt aufs Tor gegangen, war konsequent im Abschluss und hat nicht mehr quer gespielt wie noch am Freitag gegen Weißwasser", kommentierte Steelers-Pressesprecher Oliver Mayer das glanzvolle erste Drittel der Bietigheimer Mannschaft.
Den Torreigen eröffnete in der siebten Minute Kaspar Degn, der offensichtlich immer mehr Freude am Toreschießen findet. Die Vorarbeit hatte Gregory Schmidt geliefert. In der elften Minute gelang den Steelers im Powerplay das 2:0. Nach einem Rückpass von Justin Kelly versenkte Stephane Robitaille, der am Freitag noch als Vorbereiter geglänzt hatte, im Ravensburger Tor. Vor dem 3:0 hatte der Schiedsrichter eine Strafzeit gegen die Tower Stars angezeigt, Martinovic hatte deshalb sein Tor verlassen und Platz gemacht für einen weiteren Feldspieler. Aus dieser Überzahl heraus nutzte Doug Andress einen Querpass von Schmidt zum Torerfolg. Das 4:0 kurz vor der ersten Pause erarbeitete sich Justin Kelly mit einem Puckgewinn im Mitteldrittel. Nach energischem Antritt täuschte er vor dem Tor ein Abspiel an, wuchtete die Scheibe aber selbst mit dem Schläger ins Netz.
Andreas Geipel und Degn waren die Vorbereiter des fünften Steelers-Treffers, den Gregory Schmidt in Überzahl in der 22. Minute erzielte. Danach kam die Phase der unnötigen Strafzeiten gegen die Steelers und der drei Überzahltore der Ravensburger, die nach vier Saisonspielen weiter auf ihren ersten Sieg warten. Bei der ersten Strafzeit benötigten die Tower Stars noch 70 Sekunden bis zum Torerfolg durch Markus Busch (25.), bei der zweiten noch 61 Sekunden, ehe Christopher Oravec traf (26.), und bei der dritten nur noch 59. Das Tor zum 3:5 war eine Co-Produktion der ehemaligen Steelers-Stürmer Robert Brezina als Vorbereiter und Martin Schweiger als Torschütze. Danach war die Partie wieder offen, aber die Steelers ließen nur noch wenig zu, konzentrierten sich auf eine solide und stabile Defensive, agierten diszipliniert, um nicht weitere Strafzeiten zu riskieren. Die Ravensburger machten im Schlussdrittel zwar nochmals viel Druck, kamen aber gegen die routinierte Abwehr der Gäste und den starken Martinovic nicht mehr zum Torerfolg.
Am kommenden Freitag treten die Steelers bei den Tölzer Löwen an, am Sonntag empfangen sie die Eispiraten aus Crimmitschau.
Redaktion: CLAUS PFITZER
Quelle: Bietigheimer Zeitung

