Auch Play-off-Viertelfinalspiele zwei und drei verloren: 0:5 und 2:5
Die Steelers stehen im Viertelfinale der Play-offs um die deutsche Zweitliga-Meisterschaft kurz vor dem Aus, haben auch die Spiele zwei und drei der best of seven-Serie gegen die Landshut Cannibals verloren.

An Landshut-Keeper Cinibulk kamen Alexandre Jacques und seine Steelers am Samstag, im ersten Heimspiel, gar nicht vorbei. Gestern, wie im ersten Auswärtsspiel, erneut zwei Mal. Zu einem Sieg reichte es aber auch dieses Mal nicht. Foto: Avanti
Mit viel Spannung und Hoffnung erwartet, starteten die Steelers vergangenen Karsamstag vor rund 2 100 Zuschauern in der Ellental-Eishalle gegen die Cannibals. Dabei agierten die Brittig-Schützlinge nach ihrer guten Vorstellung beim 2:3 am Donnerstag in Landshut aber zunächst unerwartet nervös und vor allem ohne jegliche Aggressivität. Viele Stockfehler, kaum ein Pass der ankam. Ausgerechnet Torhüter Patrick Koslow leitete dann mit von ihm völlig ungewohnten Aktionen die letztlich derbe 0:5-Niederlage ein. In der 15. Minute leistete sich Koslow hinterm eigenen Tor einen schlimmen Fehlpass. Verteidiger Dirk Wrobel konnte diesen Patzer gerade noch mit fantastischem Einsatz wettmache und auf der Linie den Schuss von Dietrich am Überschreiten der Torlinie hindern. Zwei Minuten später (16:22) war nach einem weiteren, völlig missglückten Ausflug von Koslow hinters eigene Tor aber nichts mehr zu retten, Oswald schob zum 1:0 für Landshut ein. In der ersten Minuten hatte Koslow noch glänzend gegen Walton (6.) und Oswald (11.) gerettet.
Mit dem 0:1 jedenfalls wurde es noch ungleich schwieriger. Denn die ohnehin ganz auf Defensive und Konter eingerichteten Cannibals standen nun noch sicherer als zuvor. Die Steelers bekamen in Folge kaum Torchancen, konnten sich nicht entscheidend durchsetzen. Und auch das Überzahlspiel ließ sehr zu wünschen übrig. Alles in allem ging nicht viel und die Steelers bissen sich an Landshut die Zähne aus. Dabei wurden sie im Mitteldrittel in der 27. Minute klassisch ausgekontert, Hammer erzielte das 0:2. Was auch immer sich der SC fürs Schlussdrittel vorgenommen hatte, nach 42:21 Minuten war alles über den Haufen geworfen, Landshut hatte durch Oswald das 3:0 erzielt. Nur eine Minute und eine Sekunde später hieß es 0:4, getroffen hatte Kratoska (43:22), wobei dieser Treffer einem Spaziergang durch dei SC-Reihen glich. 22 Sekunden später nahm Brittig Koslow für Suvelo vom Eis. Letzterer verhinderte dann in der Schlussphase Schlimmeres, musste aber auch noch einen Treffer hinnehmen. Die Steelers versuchten zwar, einen Treffer zu erzielen, waren aber dadurch hinten nun vollkommen offen. Walton traf zum letztlichen 0:5 (50:01).
Am gestrigen Ostermontag lagen die Steelers in Landshut vor rund 5 200 Zuschauern nach dem ersten Drittel bereits wieder 0:2 in Rückstand. Abstreiter per Überzahltor (9:24) und Daschner (16:59) hatten getroffen. Doch der SC kam zurück, verkürzte in Abschnitt zwei per Überzahltor durch Smazal auf 2:1 (23:23, Assist Washburn). Was die Gäste auch versuchten, der Ausgleich, der verdient gewesen wäre, wollte nicht gelingen. Und mit einem Doppelschlag gegen Ende der Partie kam Landshut endgültig auf der Siegerstraße. Dietrich per Überzahltor zum 3:1 (53:43) und Hundhammer per empty net goal zum 4:1 (55:41) die Torschützen.
Beim empty net goal hatten die Steelers zweifache Überzahl. SC-Trainer Brittig hatte hierbei Torhüter Suvelo für einen sechsten Feldspieler vom Eis genommen, um die Partie möglicherweise noch wenden zu können. Doch der erste Befreiungsschlag der Cannibals landete am Innenpfosten des SC-Tores und ging von da ins Tor. Das 4:2 durch Hagelberg (56:54, Überzahltor, Assist Jacques, Kelly) und 5:2 durch Oswald per weiterem empty net goal (59:29) hatten nur noch statistischen Wert.
Kommenden Mittwoch (20.00 Uhr) haben die Steelers nun wieder Heimrecht. Bei einer weiteren Niederlage wäre die Serie und für die Steelers die Saison beendet. "Wir werden in zwei Tagen alles geben, die Mannschaft hat sich nicht aufgegeben. Wenn wir dann so spielen wie heute, müssten wir auch mal mit einem Sieg belohnt werden", meinte Brittig anschließend. Während SC-Sportdirektor Michael Komma erklärte: "Wir waren nah dran am 2:2. Letztlich kann man aber auch schwer gewinnen, wenn der Schiedsrichter noch auf Gastgeberseite steht." Vor allem das 3:1 durch Dietrich war hier gemeint, dass irregulär gewesen sein soll, zudem bekamen die Steelers einige strittige Strafzeiten. Wie gestern, so wird auch am Mittwoch Steffen Klau (ESF Griesenbrauck-Sümmern) die Partie im Ellental leiten.
VON ANDREAS KLEINERT
Quelle Bietigheimer zeitung

