In die DEL darf 2009 keiner aufsteigen Neuer Modus in der 2. Eishockey-Bundesliga
2009 wird es keinen sportlichen Aufsteiger aus der zweiten Eishockey-Bundesliga in die DEL geben, in die Oberliga absteigen muss nur eine Mannschaft.
In der Saison 2008/09 gibt es zahlreiche Änderungen in der zweiten Liga. Das hat kürzlich die Gesellschafterversammlung der Zweitligisten ergeben. Der Modus wird praktisch komplett verändert. Die ersten sechs Mannschaften der Abschlusstabelle qualifizieren sich direkt für die Play-offs, die Teams auf den Plätzen sieben bis zehn spielen, wie in der DE, Pre-Play-offs im Modus best of three. Neben dem Viertelfinale wird auch das Halbfinale im Modus best of seven aus gespielt (bislang best of three). Die Teams auf den Plätzen elf bis 13 spielen in einer Doppelrunde jeder gegen jeden (jedes Team acht Spiele, insgesamt zwölf Spieltage) ohne Mitnahme der Punkte den einzigen Absteiger aus (bisher zwei). Um wieder auf 14 Clubs für die Saison 2009/10 zu kommen, steigen 2009 zwei Oberligisten auf. Die Clubs stellten sich damit gegen die Empfehlung des Sportausschusses der ESBG mit Karl Heinz Fehr (Ravensburger Tower Stars), Christian Winkler (EHC München), Rene Rudorisch (Eispiraten Crimmitschau) und Ralph Bader (SC Riessersee). Dieses Gremium hatte vorgeschlagen, den Modus nicht großartig zu verändern. So hätten weiterhin die ersten acht direkt die Play-offs erreicht, für den Neunten wäre die Saison beendet gewesen, wofür er mit 12 000 Euro entschädigt worden wäre, und die Teams auf den Plätzen zehn bis 13 hätten wie bisher Play-downs gespielt. Allerdings in zwei Runden, da es ja nur einen Absteiger gibt. "Ich bin schon ein bisschen traurig darüber, dass das nicht so gekommen ist", so der Sportausschuss-Vorsitzende Fehr, "aber die Mehrheit der Clubs war der Meinung, dass mit diesem Modus die Spannung in der Liga erhöht wird."
Künftig müssen sich Förderlizenzspieler vor Pre-Play-offs, Play-offs oder Abstiegsrunde entscheiden, ob sie für den DEL- oder ESBG-Clubs auflaufen wollen. Weniger überraschend ist hingegen, dass die Erhöhung der Kontingentspieler von fünf auf sechs nun endgültig beschlossen wurde.
Vereinfacht wird die Lizenzierung. Ab der Saison 2009/10 muss jeder Club 150 000 Euro Bürgschaft hinterlegen. Möglich ist es aber in Einzelfällen, dass unter Umständen eine höhere Bürgschaft oder eine genaue Prüfung der Einzelunterlagen erforderlich ist. "Ohne ihre hohen Bürgschaften hätte in der abgelaufenen Saison mancher Club, der nach der Saison ausgeschieden ist, wohl nicht zu Ende gespielt", so ESBG-Aufsichtsrat Uwe Harnos. Spiele der Pre-Play-offs, Play-offs und der Abstiegsrunde werden künftig zehn Minuten verlängert (mit vier gegen vier Feldspieler), danach folgt ein Penalty-Schießen. Das letzte Spiel einer Serie wird bis zur Entscheidung (ohne Penalaty-Schießen) verlängert. Nach dem Ende der Hauptrunde werden künftig alle 10-Minuten-Strafen gelöscht, in Pre-PIay-offs, Play-offs und Abstiegsrunde ist ein Spieler dann nach der zweiten 10-Minuten-Strafe für ein Spiel gesperrt.
Auch nach der Rückkehr zur 14-er Liga 2009/10 soll es nur noch einen Absteiger aus der zweiten Bundesliga und dementsprechend nur einen Aufsteiger aus der Oberliga geben.
Hoffnungen hat Karl Heinz Fehr, dass es ab der Spielzeit 2009/10 wieder eine sportliche Verzahnung mit der DEL gibt. "Kommende Saison wird es keinen sportlichen Aufsteiger in die DEL geben. Man weiß aber nie, was sich wirtschaftlich bei den DEL-Clubs tut. Die zweite Bundesliga braucht den Aufstieg und die DEL den sportlichenAbstieg", ist Fehr überzeugt.
bz
Quelle: www.bietigheimer-zeitung.de

