Gelungene Generalprobe
Deutschland besiegt in Bietigheim-Bissingen Dänemark mit 3:0
Bietigheim-Bissingen hat sein erstes Eishockey-Länderspiel erlebt. Und die rund 3 100 Zuschauer in der Ellental-Eisarena durften mit ihrem Team jubeln. Deutschland besiegte im letzten WM-Test Dänemark mit 3:0.

Deutschland hat Dänemark im letzten Testspiel am Boden. Bei der Weltmeisterschaft in Kanada werden beide Mannschaften aller Voraussicht um den Klassenerhalt kämpfen. Fotos: Jens Christ
Es war ein historisches Ereignis für Bietigheim-Bissingen. Wenige Tage vor der Eishockey-Weltmeisterschaft in Kanada absolviert die deutsche Nationalmannschaft gegen das ebenfalls bei der WM am Start befindliche Dänemark den letzten WM-Test. Nicht genug, setzt Bundestrainer Uwe Krupp bei der anschließend Pressekonferenz einen drauf und verkündet den endgültigen 25-köpfigen Kader für die Weltmeisterschaft. Diese Pressekonferenz fand im Zelt des Steelers-Freundeskreises, das für diesen Tag zum Pressezelt umfunktioniert wurde, statt. Nach Halifax fahren für Deutschland die Torhüter Dimitri Pätzold (San Jose/Worester Sharks), Robert Müller (Kölner Haie), Dimitri Kotschnew (Nürnberg Ice Tigers). Verteidiger: Jason Holland (ERC Ingolstadt), Sebastian Osterloh (Frankfurt Lions), Michael Bakos (ERC Ingolstadt), Chris Schmidt (Iserlohn Roosters), Frank Hördler (Eisbären Berlin), Andre Reiss (Hannover Scorpions), Florian Busch (Eisbären Berlin), Christoph Schubert (Ottawa Senators), Dennis Seidenberg (Carolina Hurricanes), Andreas Renz (Kölner Haie). Sturm: Marco Sturm (Boston Bruins), Andre Rankel (Eisbären Berlin), Michael Wolf (Iserlohn Roosters), Christoph Ullmann (Mannheimer Adler), Aleksandar Polaczek, Petr Fical (beide Nürnberg Ice Tigers), Patrick Buzas (Augsburg Panther), Sven Felski, Stefan Ustorf (beide Eisbären Berlin), John Tripp (Hamburg Freezers), Philipp Gogulla (Kölner Haie), Michael Hackert (Adler Mannheim).
Somit sieht die deutsche Mannschaft bei der WM deutlich anders aus als in der Vorbereitung bis gestern. Für Uwe Krupp aber kein Problem und eine positive Erkenntnis: "Einige Spieler wussten, dass sie nicht dabei sein werden. Aber alle haben sich bis zuletzt reingehängt. Und die vielen jungen Spieler, die jetzt nicht mitfahren, werden wir sicher auch in Zukunft zurückgreifen. In Kanada fangen wir aber praktisch wieder bei null an."
So gespannt wie man aufs deutsche WM-Abschneiden ist, so gespannt waren die Eishockey-Fans gestern in der Ellental-Eisarena auf den Auftritt ihrer Lieblinge gegen Dänemark. Die Deutschen zeigten eine von Beginn an engagierte Leistung, hatten insgesamt mehr vom Spiel und auch ein Chancenplus. Die ein oder andere gute Chance hatten aber auch die Dänen, fanden aber stets in Dimitri Pätzold, der als Nummer eins nach Halifax fährt, ihren Meister.
Der Schlüssel zum Erfolg lag für Deutschland in den Special Teams. Zwei Tore in Überzahl geschossen, keines in Unterzahl kassiert. Und zum Schluss noch in doppelter Unterzahl und per empty net goal durch Yannik Seidenberg zum 3:0 getroffen (59:24). Die Dänen hatten hierbei in Überzahl gespielt und dann noch kurz vor Schluss ihren Torhüter für einen sechsten Feldspieler rausgenommen. Das 1:0 hatte Patrick Reimer nach 10:31 Minuten erzielt, das 2:0 Christoph Melischko nach 26:09.
VON ANDREAS KLEINERT
Quelle: BZ


