EISHOCKEY / HAUPTRUNDE IN DER ZWEITEN BUNDESLIGA KURZ VOR DER ZIELGERADEN
Ein Sechskampf um Platz acht
Sieben Play-Off-Plätze sind vergeben - Trainerwechsel in München
Zwölf Spieltage sind in der Hauptrunde der Zweiten Bundesliga noch zu absolvieren, dann beginnen die Play-Offs und Play-Downs. Nach dem Doppelspieltag am kommenden Wochenende macht die Liga eine Spielpause, biegt dann am 15. Februar auf die Zielgerade ein.

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen innerhalb der bereits so gut wie gesicherten Play-Off-Plätze liefern sich um Platz vier die Steelers aus Bietigheim-Bissingen (rechts Matthias Hart) und die Heilbronner Falken (links Tyler Howells). FOTO: JENS CHRIST
Heute endet die zweite Transferperiode, für den Endspurt um die Plätze in den Play-Offs, den Einzug unter die letzten Acht, die die lukrativen Zusatzspiele um Meisterschaft und Aufstieg bestreiten sowie um den Ligaerhalt haben etliche Zweitligisten auf dem Transfermarkt in den letzten Tagen und Wochen nochmals ihre Kader aufgerüstet, der EHC München hat sogar erneut den Trainer gewechselt.
Nach fünf Niederlagen in Folge sind die Münchner in der Tabelle abgestürzt, haben sich von Trainer Doug Bradley getrennt und dessen Vor-Vorgänger Pat Cortina zurückgeholt. Die Folge: Unter dem Disziplinfanatiker gelangen am Wochenende prompt zwei Siege gegen Landsberg und in Regensburg. Damit sind die Münchner wieder im Geschäft um Platz acht. Nachdem die ersten sieben Plätze in den Play-Offs wohl vergeben sind und es nur noch um die einzelnen Platzierungen zwischen zwei und sieben geht - den Kassel Huskies wird Platz eins kaum mehr zu nehmen sein - ist der Kampf um Platz acht offener denn je.
Zwölf Niederlagen in Folge
Mit nunmehr zwölf Niederlagen in Folge sind die Landsberger - morgen Gastgeber der Steelers - im freien Fall nach unten durchgereicht worden, haben nach personeller Auffrischung aber wieder Hoffnung geschöpft. Auch die Fishtown Pinguins aus Bremerhaven haben sich punktemäßig wieder ins Gespräch gebracht, liegen zwar auf dem vorletzten Tabellenplatz, aber nur fünf Punkte von Platz acht entfernt. Derzeit wären die Lausitzer Füchse in den Play-Offs, dahinter haben Crimmitschau, Landsberg, München und Bremerhaven noch gute Aussichten, den Einzug in die Play-Offs zu schaffen. Da nach Beendigung der Hauptrunde am 15. März für die Mannschaften auf den Rängen acht und neun die Saison schon beendet ist, geht es für das genannte Quintett auch um den Ligaerhalt auf direktem Weg. Die beiden Absteiger ermitteln in den Play-Downs die Mannschaften auf den Plätzen elf bis 14.
In den vergangenen Tagen tauchten gleich mehrere neue Stürmer in der Zweiten Liga auf. Die beiden Neuerwerbungen der Steelers, Wishborn und Hinks, geben am morgigen Freitag im Gastspiel in Landsberg ihren Einstand in der Bietigheimer Mannschaft.
Den haben Matt Elich bei den Heilbronner Falken und Chanse Fitzpatrick bei den Lausitzer Füchsen schon hinter sich. Elich debütierte beim 8:2-Heimsieg gegen Crimmitschau, lieferte eine Torvorlage (wir berichteten). Fitzpatrick trumpfte in Weißwasser beim 4:2 gegen Bremerhaven gleich groß auf, erzielte zwei Tore und war an zwei weiteren mit Vorlagen beteiligt. Dabei war der 100 Kilogramm schwere Stürmer erst Stunden vor dem Spiel aus Montreal eingetroffen. Beim 1:6 in Schwenningen am Sonntag ging Fitzpatrick, der EHCL für einen seiner früheren Clubs mal fünf Treffer in einem Drittel erzielt hat, leer aus.
Steelers auf Platz eins
In der Januar-Tabelle der Zweiten Bundesliga, in der nur die Spiele im Januar 2008 bewertet sind, belegen die Steelers aus Bietigheim-Bissingen mit 18 Punkten aus neun Spielen Platz eins, gefolgt von den Schwenninger Wild Wings (9/16) und den Kassel Huskies.
Der aktuelle Tabellenführer nach dem 40. Spieltag hat im Januar allerdings erst sieben Spiele absolviert, daraus 15 Punkte geholt. Gar keinen Zähler in sieben Spielen schaffte der EV Landsberg, der damit 2008 noch punktlos ist, zudem die letzten fünf Spiele 2007 allesamt verloren hat.
VON CLAUS PFITZER
Quelle Bietigheimer Zeitung

