Steelers lassen sich eiskalt auskontern
Eishockey-Zweitligist Bietigheim verliert 1:4
Die Bietigheim Steelers verloren in der Zweiten Eishockey-Bundesliga auch ihr zweites Auswärtsspiel. In Bremerhaven mussten sie eine 1:4-Niederlage hinnehmen. In der ausgeglichenen Partie ließen sie sich gnadenlos auskontern.
Drei Spiele haben die Steelers hinter sich und belegen nach zwei Auswärtspleiten und dem Heimsieg gegen Rosenheim den vorletzten Platz. Im Tabellenkeller befinden sich die Bietigheimer in guter Gesellschaft. Mit den Schwenninger Wild Wings liegt der Vizemeister der vergangenen Saison und Topfavorit auf die Meisterschaft 2012 gar auf dem letzten Rang. Am kommenden Freitag sind die Steelers in Ravensburg zu Gast, am Sonntag kommt der SC Riessersee nach Bietigheim.
Nach dem erfolgreichen Heimdebüt am Freitag gegen die Starbulls Rosenheim war die Mannschaft von Trainer Daniel Held, die schon am Samstag an die Nordsee gereist war, bei den Fischtown Pinguins in Bremerhaven dran an einem Zuwachs für das Punktekonto. Zwei Drittel lang war die Partie vor 2087 Zuschauern ausgeglichen. Nach torlosem ersten Drittel erzielte Jan Kopecky in der 21. Minute das 1:0 für die Gastgeber. Gegen den Schuss aus sieben Metern Entfernung war Torhüter Martin Morczinietz machtlos. Die Zeit nach der Führung der Fischtown Pinguins war geprägt von zahlreichen Strafzeiten. Hinterher kritisierte Steelers-Coach Daniel Held die seiner Meinung nach ungerechten Verteilung der Strafen durch Schiedsrichter Carsten Lenhart: "Wenn man in Bremerhaven verliert, ist das kein Beinbruch, aber wie die Niederlage zustande gekommen ist, damit habe ich ein Problem. Wir waren im Mitteldrittel meist in Unterzahl. Der Schiedsrichter hatte keine klare Linie."
Trotz mehrfacher Unterzahl hatten die Gäste einige Male die Chance zum Ausgleich. Vor allem die erneut stark spielende erste Reihe mit John-Paul Fenton, Brent Walton und Ty Morris brachte die Fischtown Pinguins in Schwierigkeiten. Das Schlussdrittel begannen die Steelers mit Offensivpower und drängten auf den Ausgleich. Dabei liefen sie oft in die Konter der Gastgeber, die innerhalb von 36 Sekunden zweimal trafen. Zuerst war es Steve Sleiton, der einen schnellen Angriff über die rechte Seite erfolgreich abschloss (42.), dann traf Marian Dejdar in Überzahl. Dejdar hatte den Puck von der blauen Linie aus im Tornetz versenkt.
Als die Steelers in zweifacher Überzahl auf dem Eis waren, klappte es auch mit einem Treffer. Den erzielte Fenton im Nachschuss. Zuvor war ein Distanzschuss von Doug Andress abgeblockt worden, dann schoss Morris Torhüter Marko Suvelo an. Erst als Fenton die Scheibe vor den Schläger bekam, rauschte sie zwischen die Stangen (45.). Gegen die aufgerückten Gäste gelang Dejdar in der 51. Minute mit seinem zweiten Treffer das 4:1 und machte damit alle Bemühungen der Steelers zunichte, den Trip an die Nordsee doch noch mit einem Erfolgserlebnis abzuschließen.
"Das 1:4 ist zu hoch, weil wir zwei leichtsinnige Gegentore bekommen haben. Dass das Spiel sehr ausgeglichen waren, sieht man am 1:0 nach zwei Dritteln", so Held.
Redaktion: CLAUS PFITZER
Quelle: http://www.bietigheimer-zeitung.de

