Eishalle geht in entscheidende PhaseWas wird aus den Eishallen-Plänen in Bietigheim-Bissingen? Am Dienstag werden womöglich wichtige Weichen gestellt. Derweil herrscht noch Verunsicherung über die Richtung, die das Projekt nehmen soll.Eine Architekten-Ausschreibung hat es bereits gegeben, jetzt sucht die Stadt einen Planer für das Projekt Eissporthalle. Am Dienstag dürfte genau dies Thema im nicht öffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung sein. Aber, so Oberbürgermeister Jürgen Kessing: "Noch ist nichts spruchreif."
Das trifft sowohl auf den Übergabetermin an die Stadtwerke als auch für die künftigen Nutzungsbedingungen der Halle zu. Fakt ist: Bietigheim-Bissingen will via städtische Holding unter Regie der Stadtwerke eine Eisporthalle für die Steelers bauen, die aber auch anderweitig genutzt werden kann. Was aber ist mit anderweitig gemeint - und in welchem Umfang? Bis zur Jahresmitte sollen die Stadtwerke übernehmen, bis dahin haben die Finanzbehörden noch die Hand drauf. Ein geförderter Bau der Stadtwerke setzt laut Kessing aber voraus, dass die Halle zu zwei Dritteln gemeinnützig genutzt wird, wobei der Begriff breit gefasst werden kann. "Wir bauen eine Halle für die Stadt", betont der Oberbürgermeister, womit das Thema Eis lediglich Teil des Nutzungskonzepts wäre.
Andere wiederum gehen von einer klar überwiegenden Nutzung als Eisporthalle aus mit vielleicht zwei bis drei Spitzenspielen der Handballer. Aus deren Sicht wiederum wäre das unbefriedigend. Ansprüche kommen auch von anderen Seiten. Der TSV braucht Platz, um sich im Breitensport weiterentwicklen zu können. Eine reine Eishalle nützt uns nichts, heißt es beim TSV. Hinzu kommt die absehbare Sanierung der Sporthalle am Viadukt.
Entscheidend wird die Kostenkalkulation sein. Im Architekten-Wettbewerb ging es um ein Investitionsvolumen von zwölf Millionen Euro. Mittlerweile sind auch 20 Millionen in der Diskussion. "Wir brauchen belastbare Zahlen", sagt SPD-Fraktionschef Volker Müller und geht davon aus, am Dienstag einen Schritt weiter zu sein.
Redaktion: ANDREAS LUKESCH
Quelle:
www.bietigheimer-zeitung.de