Stimmen zum TurnierPat Cortina, Bundestrainer: Es tut mir wahnsinnig leid für meine Spieler. Leider haben wir unsere Torchancen nicht genutzt, das hat Österreich heute effektiver umgesetzt. Das ist jetzt eine schwierige Situation. Die jungen Spieler müssen daraus lernen. Vielleicht ist das sogar eine Chance. Ich habe einen Dreijahresvertrag und werde sicher weitermachen. Ich denke nicht, dass der Druck auf die Spieler zu groß war. Wir haben ja gut gespielt. Wenn ich wieder zu Hause bin und alles reflektieren werde, wird das Ganze sehr bitter sein.
Manny Viveiros, Coach der Österreicher: Wir mussten auf unserem höchsten Level spielen, um das Turnier zu gewinnen. Ich bin sehr stolz auf meine Spieler. Wir sind sehr glücklich, das Turnier gewonnen zu haben.
Markus Peintner, österreichischer Stürmer vom VSV Villach: Das ist einfach unglaublich. Ich bin sprachlos. Wir sind als Außenseiter ins Turnier gestartet. So ehrlich müssen wir aber heute sein, dass Deutschland besser war. Wir haben nie die Geduld verloren, und das hat sich ausgezahlt. Speziell für eine Nation wie Österreich ist es natürlich toll, erstmals nach zwölf Jahren wieder bei den Olympischen Spielen dabei zu sein.
Franz Reindl, DEB-Generalsekretär: Wir müssen das alles erst mal in Ruhe analysieren. Im ersten Moment ist das natürlich hart und bitter und schmerzt gewaltig. Wir müssen aber fair sein, denn bei der letzten Olympia-Qualifikation in Hannover hatten wir gegen Österreich Glück. Heute hat nicht viel gefehlt. Es war unser bestes Spiel im Turnier, aber die zwei Punkte reichen halt nicht. Es waren die drei erwartet schweren Spiele.
Michael Wolf, deutscher Kapitän von den Iserlohn Roosters und Ex-Bietigheimer: Wir sind alle sehr enttäuscht und frustriert. Wir waren in allen drei Spielen das bessere Team, haben uns von Partie zu Partie gesteigert. Woran es am Ende gelegen hat, kann ich im Moment auch nicht sagen. Der Druck war groß, jeder hat gewusst, um was es geht. Wir haben im Turnierverlauf und heute zu viele Chancen liegen lassen.
Felix Petermann, Verteidiger vom EHC Red Bull München: Dieses Spiel und das Geschehene kann man nicht in zwei Sätzen analysieren. Es ist so unglaublich frustrierend. Am Ende haben wir es nicht geschafft, weil der Gegner einen einzigen Konter effektiv nutzen konnte. Bei uns hat es an der Chancenverwertung gelegen. Ich habe schon viel erlebt in meiner Karriere, aber das hier ist verdammt hart. Vermutlich werde ich erst morgen wirklich realisieren, was heute passiert ist.
Bernhard Ebner, Verteidiger der Düsseldorfer EG: Mir fehlen die Worte. Die Enttäuschung sitzt tief. Das muss ich erst einmal sacken lassen. Wir haben ohne Ende gekämpft, ohne dafür belohnt zu werden.
Christian Ehrhoff, deutscher NHL-Profi der Buffalo Sabres, der das Spiel in den USA via Internet-Livestream verfolgte: Die Nicht-Qualifikation ist ein großer Imageschaden für das deutsche Eishockey, denn Olympia ist die größte Bühne, auf der man sich präsentieren kann. Das ist eine Riesenenttäuschung. Jetzt fahren wir nicht nach Sotschi, dabei sind Olympische Spiele eine der tollsten Erfahrungen, die man als Sportler machen kann und die ich bislang hatte. Ich hatte ganz klar an einen Sieg gegen Österreich geglaubt.
Tom Pokel, italienischer Nationaltrainer: Es war das erwartet schwierige Spiel gegen die Niederlande nach unserem Sieg zwei Tage zuvor gegen Deutschland. Wir haben unsere Pflicht gemacht. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, was sie gegen Österreich und Deutschland gezeigt hat. Aber insgesamt ist die Enttäuschung schon da, weil wir es nicht nach Sotschi geschafft haben. Wir hatten alles Nötige dafür getan, um uns die große Chance zu geben. Insgesamt haben wir viel besser gespielt, als wir es uns vorgestellt hatten. In die Weltmeisterschaft gehen wir besser vorbereitet. Wir haben eine neue Richtung gezeigt und einen neuen Weg eingeschlagen. Meine Zukunft als Nationaltrainer geht bis zur WM, beim HC Alleghe habe ich Vertrag bis Saisonende. Mit hat es in Bietigheim wieder gut gefallen. Ja, ich könnte mir vorstellen, mal wieder zurückzukommen. ae/cp
Redaktion: SWP
Quelle:
www.bietigheimer-zeitung.de