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Stimmen und StimmungenMeisterbürde Steelers-Trainer Kevin Gaudet kennt das Prozedere mittlerweile, dass der gegnerische Kollege sein eigenes Team für eine starke Leistung gegen Meister Bietigheim lobt. Nach der Partie gegen die Heilbronner Falken meinte Gaudet: "Gegen den Meister haben immer alle super gespielt. Wir waren Meister und spielen mit einer fast unveränderten Mannschaft. Gegen uns geben immer alle 100 Prozent. Heilbronn hatte keinen Druck, der Druck lag nur auf uns. Wir haben gut begonnen, dann aber hat Heilbronn Selbstvertrauen gekriegt und hat es in den ersten zehn Minuten des zweiten Drittels super gespielt und hatte Chancen. Silo Martinovic hat ein gutes Spiel gemacht. Heilbronn hat eine gute Mannschaft, die im Moment Pech hat. Für uns ist jedes Spiel ein harter Kampf. Als Meister muss man immer hochkonzentriert sein, das ist schwer. Im letzten Drittel haben wir sicherer gespielt und Heilbronn keine Chance mehr gegeben. Es war nicht schön, aber was zählt, ist der Sieg."
Hoffnung Nach der 33. Auswärtsniederlage saisonübergreifend in Serie wähnt der Heilbronner Trainer Manfred Wolf seine Mannschaft auf dem "richtigen Weg" und hegt Hoffnungen, dass sich bald auch wieder Punkte einstellen. "Ich mag keine Niederlagen und bin auch nicht zufrieden, wenn wir verlieren. Aber wir haben sehr intensiv gespielt, hatten defensiv eine gute Ordnung. Die individuellen Fehler, die wir gemacht haben, dürfen nicht passieren, aber es waren schon weniger. Wenn wir die Intensität beibehalten, werden wir einen guten Weg gehen. Beim fünf gegen drei haben wir es sicher nicht gut gemacht, vor dem 2:0 war es ein Einzelfehler. Von einem Topgegner muss ich erwarten, dass es diesen nutzt."
Pause Wohl noch länger verzichten müssen die Steelers auf Verteidiger Markus Gleich, der sich eine "Oberkörperverletzung" zugezogen hat und schon länger ausfällt. "Die Verletzung ist schlimmer als erwartet. Er braucht noch viel Zeit", berichtete Bietigheims Coach Gaudet.
Schlägerei Schon weit eine Stunde vor Spielbeginn trafen rund 20 Mann starke Fangruppen der Steelers und der Falken auf dem Parkplatz bei der EgeTrans-Arena aufeinander und fingen gleich mit einer Schlägerei an. Ruck-zuck war die Polizei mit einem größeren Aufgebot zur Stelle, die so früh noch nicht mit Randale gerechnet hatte, aber vorbereitet war. Irgendwie sah die Szenerie aus wie zwischen den Gruppierungen verabredet. Von einer "Verabredung" einiger Fans war den Ordnungskräften erst nach Spielende etwas bekannt. Normalerweise hätten die rund 40 Personen, die da auf dem Parkplatz aufeinandertrafen, keinen Zutritt zum Spiel erhalten. Da sich aber die beiden Schläger, die als erste aufeinander losgingen, der Polizei zu erkennen gaben, mussten nur die beiden in Gewahrsam. Während des Spiels blieb es auf den Rängen abgesehen von den üblichen Schlachtgesängen ruhig. Die Steelers-Fans hatten in ihrer Kurve sogar ein Willkommens-Transparent für die Gäste, deren Mannschaft sportlich eigentlich abgestiegen war, vorbereitet.
Quelle:
www.bietigheimer-zeitung.de