Steelers liefern weiter auswärts Punkte ab
1:3-Niederlage der Bietigheimer in Dresden
Die Bietigheim Steelers bleiben in der Zweiten Eishockey-Bundesliga auswärts weiterhin ein Punktelieferant. Gestern verloren sie in Dresden mit 1:3. Das war die fünfte Niederlage im fünften Auswärtsspiel.
Nachdem am vergangenen Freitag die kleine Serie von Heimsiegen gegen die Hannover Indianszu Ende gegangen war, konnten die Bietigheim Steelers gestern ihren Negativlauf auf fremdem Eis nicht stoppen. Vor 2331 Zuschauern verloren sie bei den Dresdner Eislöwen mit 1:3 (0:2, 0:1, 1:0). Kleiner Trost war dabei, dass sie immerhin das Schlussdrittel für sich entscheiden konnten. Elf Sekunden vor der Schlusssirene gelang Brent Walton der Ehrentreffer. Zugearbeitet hatten ihm dabei Paul John Fenton und Ty Morris.
Eine starke Leistung lieferte auch gestern der junge Torhüter Dustin Strahlmeier, dem Steelers-Trainer Danny Held erneut den Vorzug vor dem erfahreneren Martin Morczinietz gegeben hatte. In der 13. Minute musste er sich erstmals geschlagen geben. In doppelter Überzahl erzielte Marc St. Jean die Führung für die Gastgeber, die mit einem Minikader angetreten waren. Auf der Strafbank saßen die Bietigheimer Mark Heatley und Pascal Schoofs. Das ärgerte Held. "Es waren Kleinigkeiten vom Schiedsrichter. Auf der einen Seite pfeift er es, auf der anderen nicht", zürnte der Bietigheimer Trainer dem jungen Referee Ramin Yazdi aus Düsseldorf, einem früheren Spieler der Landshut Cannibals. "Danach mussten wir wieder einem Rückstand hinterherlaufen und kassieren dann kurz vor Drittelende das zweite", so Held. Das 2:0 ging auf das Konto von Hugo Boisvert, der nach einer Kombination über drei Stationen einen Meter vor dem Bietigheimer Tor nur noch den Schläger hinhalten musste. Auch im Mitteldrittel kamen die Steelers kaum entscheidend vors Tor der Eislöwen. In einigen Situationen scheiterten sie an Torhüter Jordan Parise.
Das 3:0 erzielte der ehemalige Bietigheimer Dominik Hammer in der 30. Minute. Nach einem Konter lief der als Verteidiger aufgebotene etatmäßige Steelers-Stürmer Barry Noe neben Hammer her und nahm so seinem Torwart die Sicht. Beim Schuss aus fünf Metern Entfernung war Strahlmeier so machtlos. "Wir waren über 40 Minuten mehr im Drittel des Gegners als der in unserem. Im Schlussdrittel haben wir eine kompakte Leistung geboten und mit Engagement versucht, das Spiel zu drehen. Da muss ich unsere Defensive loben", so Held. Einzige Ausbeute der Bemühungen war lediglich der Treffer von Brent Walton in der 60. Minute. Die Dresdner hatten ihren Vorsprung clever verwaltet, ohne selbst noch groß ins Offensivspiel zu investieren.
"Irgendwann muss mal einer aufstehen und sagen, dass die Mannschaft über 60 Minuten so spielen soll wie jetzt wieder im letzten Drittel", wünscht sich Coach Held schon fürs nächste Auswärtsspiel der Steelers am kommenden Freitag in Kaufbeuren.
Redaktion: CLAUS PFITZER
Quelle: www.bietigheimer-zeitung.de

