KOMMENTAR: Ehrenwert, aber nicht praktikabelDie Anregung des CDU-Stadtverbandes, im Ellental eine kleinere Eishalle zwischen 2000 und maximal 2500 Plätzen zu bauen, ist durchaus ehrenwert. Angesichts der Gesamtkostenlage in Höhe von 18 Millionen Euro für den Neubau und dem Damoklesschwert der Deutschen Eishockeyliga (DEL, der einen Aufstieg der Steelers in die oberste Liga scheinbar unmöglich macht, wird der Ruf nach Reduzierungen immer gerne gehört.
Praktikabel ist dies allerdings nicht.So können sich die Ansichten der DEL über die Regeln des Aufstiegs sehr schnell wieder ändern. Dann stünde man mit einer kleineren Halle im Ellental vor dem Problem, für teures Geld wieder erweitern zu müssen. Und dies dann an einer bereits neu gebauten Eishalle, verbunden mit allen baulichen und logistischen Schwierigkeiten, die sich daraus ergeben.
Richtig ist beim Neubau der Eishalle vielmehr ein Mittelweg, ohne die geplante Größe der Halle zu verändern. Dies wird übrigens in allen Fraktionen des Gemeinderates von Bietigheim-Bissingen so gesehen - auch von der CDU. Stärkster Beleg dafür ist der am vergangenen Dienstag einstimmig gefällte Satzungsbeschluss für den entsprechenden Bebauungsplan "Ellental, 4. Änderung/Eis- und Ballsporthallen". Hätte man im Ratsgremium anderes im Sinn gehabt, hätte man sich spätestens zu diesem Zeitpunkt äußern und zumindest Alternativen präsentieren müssen.
Trotzdem bleibt festzuhalten: Für die federführenden Stadtwerke gilt, den Ruf der CDU-Fraktion nach Einsparungen ernst zu nehmen. Der Ruf des CDU-Stadtverbandes nach einer kleineren Eishalle wird angesichts der schon weit vorangeschrittenen Meinungsbildung im Ratsgremium dagegen wohl ungehört verklingen. JÖRG PALITZSCH
Quelle:
www.bietigheimer-zeitung.de