Von Marco Scheinhof

"Die Spieler müssen mehr miteinander reden, das Zusammenspiel passt noch nicht."
Rico Rossi
Eishockey - Rico Rossi muss sich keine Sorgen machen, dass ihm die Arbeit ausgehen könnte. Jeden Tag, bei jeder Trainingseinheit gibt es Dinge bei seiner Mannschaft zu verbessern. Im Moment hat es der Trainer der Heilbronner Falken vor allem auf das Unterzahlspiel abgesehen. Das klappte zuletzt nicht wie gewünscht. Gerade in den Zweitligapartien an diesem Wochenende gegen die Bietigheim Steelers (heute, 20 Uhr, Eishalle Heilbronn) und in Ravensburg (Sonntag, 19 Uhr) sollten die Specialteams funktionieren, wenn die Falken erneut punkten möchten.
Rico Rossi hat ein Kommunikationsproblem ausgemacht. In Unterzahl sprechen seine Spieler zu wenig miteinander. Das sei der Hauptgrund für die schlechte Statistik. Im Verhindern von Toren mit einem Mann weniger auf dem Eis liegen die Falken gerade auf dem letzten Platz der zweiten Liga. "Die Spieler müssen mehr miteinander reden, das Zusammenspiel passt noch nicht", erklärt der Falken-Coach die Problematik in Unterzahl. Die beste, aber nicht immer einfache Lösung: Strafzeiten verhindern. "Wir müssen gerade im Derby gegen Bietigheim sehr diszipliniert spielen", fordert Rossi.
Stabilisiert
Im Spiel fünf gegen fünf haben die Heilbronner zuletzt überzeugt. Da passte vieles zusammen. Auch die Abwehr hat sich stabilisiert. Auch ein Verdienst der beiden Torhüter Sebastian Vogl und Felix Brückmann, die nach schwachem Beginn mittlerweile zu konstanten Leistungen fähig sind. "Das hilft natürlich der ganzen Mannschaft, weil es Sicherheit gibt. Die Verteidiger wissen, dass nicht nach jedem Fehler sofort ein Tor fällt", meint Rico Rossi.
Vogl spielt
Heute Abend wird der Falken-Trainer im Tor auf Vogl vertrauen. "Weil er ausgeruht ist", erklärt Rossi. Zuletzt hatte Brückmann gegen Dresden gespielt. Erneut nicht im Kader steht heute Abend Marc St. Jean. Da Rossi auch diesmal auf die Jungadler aus Mannheim zurückgreifen kann, ist für den Verteidiger auch im Derby kein Platz im Kader frei. "Er hat bislang seine Rolle als Führungsspieler nicht erfüllt. Und wir haben ihn sicherlich nicht als Mitläufer verpflichtet", sagt Rossi. Ob die Knieverletzung bei St. Jean noch eine Rolle spielt? "Er hat mir gesagt, dass mit dem Knie alles okay ist. Da muss ich ihm vertrauen, dass er die Wahrheit sagt", so Rossi.
Noch nicht wieder fit ist Stürmer Frédéric Cabana. "Er macht aber gute Fortschritte", sagt Rossi. Nach der Deutschland-Cup-Pause (6. bis 8. November) soll der Stürmer wieder einsatzbereit sein. Noch aber müssen es seine Kollegen ohne ihn richten. Einfach wird das heute Abend nicht. Die vergangenen sechs Duelle haben allesamt die Steelers gewonnen. "Es wird Zeit, dass sich das ändert", sagt Rossi.
Quelle: www.heilbronner-stimme.de


