Die Steelers bleiben weiter am Drücker
Crimmitschau/Bietigheim-Bissingen – (ewa) Der Appell von Trainer Danny Held an die Disziplin seiner Spieler trägt Früchte. Bei den Eispiraten in Crimmitschau feierte Eishockey-Zweitbundesligist SC Bietigheim-Bissingen mit 4:3 (2:0, 2:1, 0:2) den dritten Sieg in Folge und vergrößerte als Tabellenzehnter (45 Punkte) den Vorsprung auf die Abstiegsränge auf fünf Zähler.
Am vergangenen Freitag hatten die Steelers beim 4:3 in Crimmitschau noch eine Verlängerung benötigt. Am Sonntag ließen sie einen 5:4-Heimsieg gegen die ebenfalls abstiegsbedrohten Wölfe Freiburg folgen.
Im nächsten Kellerduell am Freitag in Weißwasser gegen die abgeschlagenen Lausitzer Füchse kann Bietigheim eine Vorentscheidung im Kampf um den Klassenerhalt erzwingen. „Wenn wir in dieser Woche alles gewinnen, haben wir es verdient, am Sonntag spielfrei zu haben“, gab SC-Pressesprecher Oliver Mayer als Parole aus. Die Pause haben die Steelers auch dringend nötig, denn im Moment bleibt zwischen den Partien nur wenig Zeit, den Akku wieder aufzuladen, zumal die weiten Fahrten kein Zuckerschlecken sind.
Sehr konzentriert begann Helds Truppe gestern. Schon nach 20 Sekunden (!) fand Rene Schoofs mit seinem Pass den freistehenden Alexander Serikow, der Keeper Tobias Güttner das Nachsehen gab. Im ersten Drittel dominierten die Gäste und ließen Crimmitschau nicht ins Spiel kommen. In der 18. Minute tauchte Torjäger Oliver Latendresse allein vor Güttner auf und setzte den Puck ins kurze Eck oben in die Maschen – 2:0.
Eine Überzahlsituation zu Beginn des zweiten Abschnitts ließen die Steelers ungenutzt verstreichen, dann schlugen Andrej Kaufmann und Neuzugang Konstantin Schmidt im Duett zu. Kaufmann vollendete in der 28. Minute zum 3:0 – was sollte da noch schiefgehen?
Spät wachten die Eispiraten auf. Bei einem Pfostenschuss von Andre Schietzold hatten die Steelers noch Glück (30.), bei Richard Müllers 1:3 besaß Cinibulk keine Abwehrchance, weil ihm die Sicht verdeckt war. Als Brent Walton auf Vorarbeit von Latendresse 16 Sekunden vor Drittelende auf 4:1 erhöhte, schien die Partie endgültig gelaufen.
Weit gefehlt: Mit einem Doppelschlag (49./50.) brachten Kevin Saurette und Douglas Andress die Bietigheimer noch einmal in arge Verlegenheit. Wieder durften die Steelers-Fans in der Halle und daheim am Liveticker zittern – und schließlich ganz tief durchatmen.
Quelle: www.ludwigsburger-kreiszeitung.de

