Steelers folgen Helds Vorgabe
Bietigheim-Bissingen – Eishockey-Zweitbundesligist SC Bietigheim-Bissingen scheint gerade noch rechtzeitig die Kurve zu kriegen. Innerhalb von fünf Tagen verschafften sich die Steelers mit drei Siegen in Folge Luft im Kampf gegen den Abstieg.
Aufgewertet wurden die Erfolge dadurch, dass sie gegen direkte Konkurrenten im Tabellenkeller der 2. Bundesliga erzielt wurden. Gegen Freiburg (5:4) und gleich zweimal gegen Crimmitschau (4:3 und 4:3 nach Verlängerung) behielt die Mannschaft von Trainer Danny Held die Oberhand und eroberte Platz 10, mit dem man Anfang März in die Pre-Play-offs einziehen würde.
Noch sind neun Hauptrundenspiele zu absolvieren und bereits heute Abend bietet sich den Schwaben die Gelegenheit, sich weiter abzusetzen. Denn um 19.30 Uhr steht das Gastspiel beim Schlusslicht Lausitzer Füchse auf dem Programm. Aus Weißwasser will man unbedingt etwas mitnehmen, um dann den spielfreien Sonntag genießen zu können.
Voraussetzung dafür ist, dass Bietigheim so auftritt wie am Dienstag bei den Eispiraten aus Crimmitschau. „Wir waren engagiert und diszipliniert. Wir wussten, um was es geht, und haben sehr einfach Eishockey gespielt“, bewertete Held den Auftritt im Sahnpark. Neuzugang Konstantin Schmidt, der kurz vor Transferende verpflichtet wurde, steuerte beim 4:3-Sieg eine Vorlage zum 3:0 bei.
Allerdings werden sich die Steelers heute auf einen heißen Empfang im Fuchsbau einstellen müssen. Weißwasser ließ mit einem 4:1-Sieg gegen den Tabellenzweiten Ravensburg aufhorchen – nach einer desaströsen Serie von 18 Niederlagen in Folge.
Zudem landeten die Lausitzer einen Transfercoup. Mit dem 35 Jahre alten US-Amerikaner Bates Battaglia lotste man einen ehemaligen NHL-Spieler in die 2. Bundesliga, der 580 Spiele in der nordamerikanischen Profiliga auf dem Buckel hat. Der Name elektrisierte offenbar die Anhänger des Tabellenletzten, bereits gestern waren sämtliche Sitzplätze im Stadion ausverkauft.
Karl-Heinz Ullrich
Quzelle: www.ludwigsburger-kreiszeitung.de

