Neuer Keeper für Steelers
Bietigheim-Bissingen – Eishockey-Zweitligist SC Bietigheim-Bissingen hat noch einmal auf dem Transfermarkt zugeschlagen und mit Sébastien Charpentier einen neuen Torwart unter Vertrag genommen. Der gebürtige Kanadier landete bereits gestern in Frankfurt und unterschrieb einen Vertrag bis zum Saisonende.Mit seinen 34 Jahren bringt Charpentier eine Menge internationaler Erfahrung mit ins Ellental. Neben den Einsätzen in den Nordamerikanischen Minor Leagues schaffte der Linksfänger 2002 den Sprung in die National Hockey League, wo er im Trikot der Washington Capitals in zwei Jahren insgesamt 26 Spiele absolvierte. Spielzeiten in Russland und Österreich folgten. Steelers- Coach Danny Held meinte zur Verpflichtung des Frankokanadiers: „Wir haben mit Sébastien einen Goalie verpflichtet, der dank seiner Erfahrung die nötige Ruhe ausstrahlt.“ Sofern die Passmodalitäten rechtzeitig abgeschlossen sind, wird Charpentier heute (20 Uhr) gegen die Heilbronner Falken sein Debüt geben.
Wie eine eiskalte Dusche hatte die Bietigheimer die 4:5-Heimniederlage gegen Schwenningen getroffen. Genauso eiskalt wollen sie im zweiten Derby der Heimserie gegen Heilbronn dieses Schreckerlebnis überwinden.
„Wir haben gut gespielt, außer den drei Aussetzern im Schlussdrittel haben wir fast fehlerfrei agiert“, wollte Trainer Daniel Held nach der Schlappe gegen die Wild Wings nicht den Stab über seine Mannschaft brechen. Ärgerlich sei nach der 4:2-Führung gewesen, dass das Spiel aufgrund individueller Fehler noch eine negative Wende fand. Wichtig sei nun vor allem, das im Grunde funktionierende System weiter zu spielen, 60 Minuten hoch konzentriert zu Werke zu gehen, und endlich seine Chancen „eiskalt“ zu nutzen.
Ob dies ausgerechnet gegen die Falken möglich sein wird, ist fraglich. 1800 Besucher erlebten am Sonntag im Heilbronner Eisstadion einen packenden Eishockeyabend, der nach heißem Fight mit den Eispiraten Crimmitschau für die Falken als 2:1-Sieger endete. Beide Trainer waren sich nach dem Spiel einig, dass diese Partie beste Werbung für die 2. Bundesliga war, beide Teams wurden von den Fans anschließend noch lange gefeiert.
Mit dem Erfolg endete eine Negativserie vor eigenem Heilbronner Publikum, der Sieg katapultierte den Nachbarn zugleich auf Platz 4 der Tabelle und dürfte Selbstbewusstsein für das Derby geben.
Andreas Steimann
Quelle:
www.ludwigsburger-kreiszeitung.de