„Großer Impuls für Bietigheimer Eishockey“
Beim Eishockey-Zweitbundesligisten SC Bietigheim-Bissingen blickt man nach einer nervenaufreibenden Saison, in der man gerade noch die Kurve bekam und den Abstieg vermied, nach vorne. Der Umzug in die neue Eisarena, der noch vor Weihnachten Mitte Dezember erfolgen soll, sorgt für Aufbruchstimmung und neue Vermarktungsmöglichkeiten, wie Steelers-Geschäftsführer Volker Schnabel im LKZ-Interview verriet.
Zufrieden mit den neuen Vermarktungsmöglichkeiten: Steelers-Geschäftsführer Volker Schnabel.

Zufrieden mit den neuen Vermarktungsmöglichkeiten: Steelers-Geschäftsführer Volker Schnabel.
Foto: Baumann
Auf der Internet-Seite der Steelers lässt sich der Baufortschritt der neuen Eishalle per Webcam verfolgen. Läuft bislang alles nach Zeitplan?
Volker Schnabel: Davon gehen wir aus. Nach Auskunft des Bauträgers, also der Stadtwerke Bietigheim-Bissingen, liegt alles im Zeitplan.
Der Umzug von der alten Ellental-Eishalle in die neue Arena sollte ja während der neuen Saison erfolgen. Steht der Zeitpunkt schon fest?
Ja, wir planen, am 14. oder am 16. Dezember während der Punkterunde das Eröffnungsspiel in der Arena zu bestreiten.
Welche neuen Vermarktungsmöglichkeiten eröffnen sich damit für die Steelers?
Das ist zunächst mal ein großer Impuls für das Bietigheimer Eishockey. Neben dem klassischen Sponsoring bietet die Arena mit knapp 3000 Sitz- und 1600 Stehplätzen ganz neue Chancen bei der Vermarktung. Wir haben jetzt einen tollen VIP-Bereich mit 265 Sitzen. Die Nachfrage ist bislang sehr positiv. Man kann sagen, dass der Neubau für uns überlebenswichtig war. Für die 2. Bundesliga hätten wir sonst keine Perspektive mehr gehabt. Die zweite Eisfläche in der alten Halle ist natürlich für unseren Nachwuchs ganz wichtig, der mit drei Teams in der Bundesliga vertreten ist.
Die Kader-Planungen sind ja schon weit fortgeschritten mit acht Neuzugängen. Was ist noch geplant?
Zwei bis drei Spieler werden wir wohl noch dazuholen, darunter ein zweiter Torhüter.
Da man inzwischen auch fünf Ausländer im Team hat, dürfte die Rückkehr von Spielmacher Justin Kelly, der beim Düsseldorfer DEL-Club DEG Metro Stars keinen neuen Vertrag mehr erhielt, wohl auch kein Thema mehr sein?
Wenn ein Justin Kelly auf dem Markt ist, ist er natürlich ein Thema. Wir haben uns auch mit ihm unterhalten, lagen aber in den finanziellen Vorstellungen zu weit auseinander.
Gibt es künftig zwei Brüderpaare bei den Steelers? Die beiden Slowenen Marcel und David Rodman wurden verpflichtet, spielen auch Rene und Pascal Schoofs weiter gemeinsam im Verein?
Eigengewächs Rene Schoofs bleibt uns erhalten, sein Bruder Pascal wird sich einen anderen Verein suchen.
Der ungeregelte Auf- und Abstieg ist ein Dauerbrenner im deutschen Eishockey und sorgt für Missmut bei den Fans. Sind Lösungen ist Sicht?
Die Steelers sind ein großer Verfechter des durchgängigen Auf- und Abstiegs und er muss wieder her. So wie es jetzt ist, ist es ein unhaltbarer Zustand. Die für die 2. Bundesliga zuständige ESBG wird diesbezüglich Verhandlungen aufnehmen mit der Deutschen Eishockey-Liga.
Fragen Von Karl-Heinz ullrich
Quelle: www.ludwigsburger-kreiszeitung.de

