Steelers wollen Starbulls auf die Hörner nehmen
Bietigheim-Bissingen – Lange Zeit drohte die Abstiegsrunde, doch jetzt hat Eishockey-Zweitbundesligist SC Bietigheim-Bissingen das Play-off-Viertelfinale ins Visier genommen.
Die Steelers haben rechtzeitig die Kurve bekommen. Nach der beängstigenden Talfahrt des Zweitliga-Meisters von 2009 stellten die Schwaben die Weichen mit dem Trainerwechsel von Christian Brittig zu Daniel Held neu und schafften die Wende.
Als Tabellenzehnter reichte es zwar nicht mehr für die direkte Play-off-Qualifikation, aber in die sogenannten Pre-Play-offs geht man mit breiter Brust. Gegen die Starbulls Rosenheim, die nach dem 2:1-Sieg gegen Schwenningen die Hauptrunde auf Platz 7 abschlossen, sind in maximal drei Spielen zwei Siege nötig, um ins Viertelfinale einzuziehen, in dem mit Ravensburg der Gegner auch schon feststeht.
Duell Nummer 1 steigt heute Abend um 19.30 Uhr in Rosenheim. Der bayerische Traditionsklub hat sich als Aufsteiger schnell an die höhere Spielklasse gewöhnt und dürfte ein unangenehmer Gegner für die Steelers werden.
Denn bereits in den insgesamt vier Vergleichen in der Hauptrunde behielt die Mannschaft von Trainer Franz Steer dreimal die Oberhand, siegte im Januar gar mit 6:2 und 7:3 gegen die Steelers. Großer Rückhalt bei den Rosenheimern ist Ex-NHL-Keeper Norm Maracle.
Bietigheim, das sich in den vergangenen Wochen zumeist auf seine starke kanadische Sturmreihe mit Brent Walton, Olivier Latendresse und Pierre-Luc Sleigher verlassen konnte, wird sich vermutlich wieder am Motto von Daniel Held orientieren. „Wir versuchen, einfach zu spielen. Wer im Eishockey die wenigsten Fehler macht, gewinnt“, hat der Steelers-Coach erkannt. Und mit Blick auf die Serie gegen Rosenheim: „Alles ist offen, in unserer Mannschaft steckt noch viel drin“.
Sollte das zuletzt erprobte Wechselspiel auf der Torhüterposition auch in den Pre-Play-offs fortgesetzt werden, wäre heute Abend wieder Martin Cinibulk an der Reihe, nachdem am Sonntag in Heilbronn Martin Morczinietz bei der 3:5-Niederlage zwischen den Pfosten stand.
Karl-Heinz Ullrich
Quelle: www.ludwigsburger-kreiszeitung.de

