Sleigher soll bei Steelers für neuen Schwung sorgen
Bietigheim-Bissingen – Eishockey-Zweitbundesligist SC Bietigheim-Bissingen geht verjüngt in das heutige Heimspiel gegen die Hannover Indians: Nachdem sich der 39 Jahre alte Ex-NHL-Star Alexander Selivanov nach nur drei Spielen schon wieder von den Steelers verabschiedet hat, soll Neuzugang Pierre-Luc Sleigher 28 für frischen Schwung sorgen.
In der Mannschaft von Trainer Christian Brittig stehen damit vier Kanadier neben dem Tschechen David Kudelka als fünften Kontingentspieler. Da es mit Selivanov nicht wie erhofft geklappt hat und der Russe trotz Wechsel der Sturmreihen ohne Punkt blieb, wurde der Vertrag wieder aufgelöst. Selivanov, in Krefeld beheimatet, gab familiäre Gründe für seinen vorzeitigen Abgang aus Bietigheim an.
Sleigher, mit DEL-Erfahrung bei den Kassel Huskies ausgestattet, soll mithelfen, die Trendwende im Ellental einzuleiten.
Gespannt darf man darauf sein, wie Brittig jetzt seine Reihen zusammenstellt. Zuletzt wurde Rene Schoofs als Center der ersten Sturmformation von Brent Walton und Alexander Serikow flankiert. Hochgerückt in die zweite Reihe war Dominik Hammer an der Seite von Olivier Latendresse und Andrej Kaufmann.
Mit den Hannover Indians erwarten die Steelers als Tabellenvorletzter heute um 20 Uhr das neue Schlusslicht der Liga – ein echtes Kellerduell also. Und für die Schwaben fast schon Pflicht, im sechsten Spiel den ersten Saisonsieg einzufahren. Magere drei Punkte lautet bisher die Ausbeute des letztjährigen Play-off-Halbfinalisten – jeweils geholt nach Niederlagen im Penaltyschießen.
Die Niedersachsen, die am vergangenen Wochenende in Kaufbeuren und gegen Ravensburg zehn Gegentore schlucken mussten, hatten sich im zweiten Jahr nach dem Aufstieg höhere Ziele gesetzt, stehen nun aber mit dem neuen Trainer Bernhard Kaminski schon wieder mit dem Rücken an der Wand.
Schmerzhaft vermisst wird in Hannover mit Angreifer Dirk-Joachim Delitto ein Leistungsträger, der sich einer Schulter-Operation unterziehen musste.
Am Sonntag um 18 Uhr steht dann für die Steelers das Gastspiel bei den Dresdner Eislöwen auf dem Programm, die zuletzt Spitzenreiter Schwenningen ins Schwitzen brachten, aber eine 4:3-Führung im letzten Drittel noch verspielten und mit 4:6 unterlagen. Mit Sami Kaartinen, dem Ex-Bietigheimer Jan Zurek und Patrick Jarrett führen übrigens gleich drei Eislöwen die Scorerliste der 2. Bundesliga an.
Karl-Heinz Ullrich
Quelle: www.ludwigsburger-kreiszeitung.de

