Torhüter strahlen noch keine Sicherheit aus
Bietigheim-Bissingen – Eishockey-Zweitbundesligist SC Bietigheim-Bissingen, in den vergangenen Jahren ein sicherer Play-off-Kandidat, sitzt nach einem katastrophalen Saisonstart im Tabellenkeller fest.
Der Absturz lässt sich auch an den Zuschauerzahlen festmachen. Zuletzt fanden keine 1000 Fans mehr den Weg ins marode Ellental-Eisstadion, damit sind die Steelers im Liga-Schnitt Schlusslicht. Zumindest das württembergische Derby gegen Ravensburg dürfte am Sonntag ein paar mehr Besucher anlocken, zumal die Gäste für ihre reisefreudigen Anhänger bekannt sind.
Punktemäßig könnte Bietigheim am Wochenende verlorenen Boden gutmachen, denn der heutige Gastgeber Landshut Cannibals ist ebenfalls schlecht aus den Startlöchern gekommen. Die Mannschaft von Trainer Tobias Abstreiter hat nur einen Punkt mehr auf dem Konto als die Steelers (5) und kassierte zuletzt drei Niederlagen in Folge. Aber auch Sonntag-Gegner Ravensburg, zusammen mit Schwenningen als Topfavorit auf den Meistertitel gehandelt, ist noch nicht so recht auf Touren gekommen und liegt mit 10 Punkten nur auf Platz 8. Am vergangenen Wochenende gab es für die Tower Stars eine böse 1:6-Klatsche in Kaufbeuren.
Damit Bietigheim den zweiten Saisonsieg einfahren kann, benötigt die Defensive mehr Stabilität. Bislang hat sich bei den Torhütern noch keine echte Nummer 1 herausgebildet.
Der erfahrene Neuzugang Martin Cinibulk, der aus Landshut ins Ellental wechselte, musste am vergangenen Freitag im Spiel gegen die Hannover Indians nach dem dritten Gegentreffer Platz machen für Martin Morczinietz.
Doch der 26-Jährige, in den beiden vergangenen Jahren die Nummer 2 hinter Sinisa Martinovic, strahlte ebenfalls noch nicht die nötige Sicherheit aus und patzte auch bei der 2:5-Niederlage am Sonntag in Dresden.
Steelers-Coach Christian Brittig legte nach der sechsten Niederlage im siebten Spiel den Fokus mehr auf die Offensive: „Dresden war vor dem Tor effektiver, da lag der Unterschied.“ Es gibt also noch viel zu tun für den Tabellenvorletzten.
Karl-Heinz Ullrich
Komma vor Rückkehr
Quelle: www.Ludwigsburger-Kreizeitung.de

