Bietigheim-Bissingen – Die heiße Phase der Hauptrunde beginnt und Eishockey-Zweitbundesligist SC Bietigheim-Bissingen setzt dabei auch auf neue, erfahrene Spieler.
Nachdem die Steelers kürzlich mit Verteidiger Donny Grover offenbar einen guten Fang gemacht haben, legte man in dieser Woche kurz vor Ende der Transferperiode nach und verstärkte die Offensive mit den beiden routinierten Kanadiern Steve Washburn (33) und Rod Hinks (34). „Das sind zwei Center mit guten Statistiken. Damit sind wir ganz gut aufgestellt für die heiße Phase“, verbreitet Pressesprecher Oliver Mayer Zuversicht.
Mit den Neuverpflichtungen regierten die Schwaben auch auf die verletzungsbedingten Ausfälle der beiden Topscorer Justin Kelly und Alexandre Jacques.
Nach dem Wechsel von Patrick Grandmaitre zum ETC Crimmitschau haben die Bietigheimer jetzt sieben Ausländer im Kader, von denen jeweils nur fünf zum Einsatz kommen dürfen. Da die Kanadier Kelly und Jacques derzeit auf Eis liegen, bleibt Trainer Christian Brittig in dieser Hinsicht die Qual der Wahl erspart.
Mit Washburn und Hinks plant Brittig an diesem Wochenende in den Spielen beim EV Landsberg (heute um 20 Uhr) und am Sonntag im Ellental gegen die Moskitos Essen (18.30 Uhr). Vom Essener Westbahnhof kamen unter der Woche allerdings keine guten Nachrichten. Die Moskitos sind in eine finanzielle Schieflage geraten und benötigen offenbar kurzfristig 150 000 Euro. Dennoch, so hieß es aus Vorstandskreisen, soll die Saison gesichert sein.
Das Polster von 17 Punkten, das sich die Steelers mit Blick auf die Play-offs verschafft haben, soll nach Möglichkeit noch größer werden. Die Gelegenheit dazu scheint besonders heute günstig, denn Gastgeber Landsberg hat zuletzt 12 Niederlagen in Serie einstecken müssen und ist auf Platz 12 abgerutscht. Nach finanziellen Turbulenzen und dem Austausch zahlreicher Spieler muss der neue Trainer Fred Ledlin seine Truppe erst wieder in die Spur bringen. Dabei helfen soll auch der Ex-Bietigheimer Cory Laylin.
Sonntag-Gegner Essen sollte an der sportlichen Qualifikation für die Play-offs eigentlich nicht mehr scheitern. Als Tabellensiebter liegt man einen Platz und drei Punkte hinter den Steelers, die am Sonntag vor allem auf Moskito-Blueliner Carl-Johan Johansson aufpassen müssen. Der Ex-Bietigheimer ist mit 40 Scorerpunkten erfolgreichster Verteidiger der 2. Bundesliga. Und mit dem Slowaken Martin Bartek stellen die Essener auch den Topscorer der Liga (76 Punkte).
Christian Brittig schaut trotz allem zuerst auf seine Mannschaft: „Wir müssen uns wieder auf die Details konzentrieren, die uns stark gemacht haben.“
Karl-Heinz Ullrich

Christian Brittig.
Bild: Baumann
Quelle: Ludwigsburger Kreiszeitung

