Weißwasser/Bietigheim-Bissingen – Im Duell zweier „Krisenteams“ behielt der SC Bietigheim-Bissingen die Nerven. Mit einem 5:3 (1:0, 2:0, 2:3)-Sieg bei den Lausitzer Füchsen beendete der Eishockey-Zweitbundesligist gestern Abend seine Durststrecke und geht gestärkt ins Heimspiel morgen (18.30 Uhr/Ellental-Eisstadion) gegen die Eispiraten Crimmitschau.
Da Verteidiger Teemu Kesa eine Sperre absitzen musste, kam Bewegung in den Steelers-Kader. Für den Finnen beorderte Trainer Christian Brittig Youngster Marcel Neumann ins Abwehrkontingent. Den frei werdenden Ausländerplatz nahm Stürmer Rod Hinks ein, der die unverhoffte Chance mit großem Ehrgeiz wahrzunehmen versuchte.
Nachdem Keeper Patrick Koslow gegen Chanse Fitzpatrick einen Rückstand verhindert hatte, festigte Routinier Alexander Serikow mit dem 1:0 in der 17. Minute (Assists Matthias Hart und Peter Kathan) das Nervenkostüm der Steelers. Einsatz und Eifer der Füchse verpufften.
Seit nunmehr acht Spielen sind die Lausitzer ohne Sieg. Ihre Verunsicherung nützten die Gäste zum vorentscheidenden Doppelschlag im zweiten Abschnitt. Ausgerechnet Hinks durfte sich nach Vorarbeit von Dirk Wrobel und Steve Washburn in der 24. Minute feiern lassen. Das 3:0 zwei Minuten später markierte erneut Serikow, der in Überzahl einen Pass des emsigen Hart verwertete.
Die Entschlossenheit der Bietigheimer wurde im zweiten Drittel sichtbar, als fünf Strafzeiten „am Stück“ für Alexander Dotzler, Donny Grover, Kathan, Kapitän Heiko Smazal und noch einmal Grover unbeschadet weggesteckt wurden. In dieser schwierigen Phase bewies auch Patrick Koslow im Kasten mehrfach seine Klasse.
Im letzten Drittel durfte dann doch noch gezittert werden: Carsten Gosdeck (42./45.) brachte die nie aufsteckenden Füchse heran. Dan Heilmans 4:2 (48./in Unterzahl!) beantwortete Fitzpatrick mit dem 4:3 (55.). 40 Sekunden vor dem Ende machte Florian Jung mit seinem Treffer ins verlassene Weißwasser-Gehäuse alles klar.
Mit dem 5:3 gab sich Markus Willrett vom Presseteam der Steelers mit Blick auf morgen aber nicht zufrieden: „Am Wochenende müssen zwei Siege her.“ Erst wenn die Steelers auch den Eispiraten Crimmitschau die Zähler abgeknöpft haben, ist der Befreiungsschlag perfekt. Schließlich wollen die Fans endlich auch wieder einmal im Ellental ein Erfolgserlebnis auskosten.
Erich Wagner

Routinier Alexander Serikow führte den SC Bietigheim-Bissingen in Weißwasser aus der Krise.
Bild: dpa
Quelle: http://www.ludwigsburger-kreiszeitung.de

