Bietigheim-Bissingen – Eishockey-Zweitbundesligist SC Bietigheim-Bissingen bleibt der schärfste Verfolger von Spitzenreiter Bad Tölz. Gestern Abend bezwangen die Steelers den Tabellendritten EHC München mit 3:2 und nahmen Revanche für die 2:5-Niederlage vor einer Woche.
Bietigheim musste auf Stürmer Kaspar Degn verzichten, der mit der dänischen Nationalmannschaft unterwegs ist. Aber auch ohne den quirligen Angreifer glückte den Gastgebern ein schnelles Führungstor. In der 4. Minute verwertete Alexander Serikow einen Querpass von Brent Walton zum 1:0.
Doch München erwies sich vor 1753 Zuschauern in einem mit hohem Tempo und intensiven Zweikämpfen geführten Spitzenspiel als der erwartet schwere Gegner, der auch in Unterzahl für Gefahr sorgte. Als Chris Bahen auf der Strafbank saß, schlug Dave Reid zu und überwand Steelers-Keeper Sinisa Martinovic in der 24. Minute zum 1:1-Ausgleich.
Die Antwort der Bietigheimer ließ nicht lange auf sich warten, denn vier Minuten später brachte Andrej Kaufmann den SC wieder in Führung. Die Vorarbeit beim 2:1 hatte Greg Schmidt geliefert. Anschließend scheiterte Serikow am Pfosten und verpasste damit das 3:1. Dennoch brachten die Steelers den knappen Vorsprung nicht in die zweite Drittelpause, denn in der 40. Minute traf David Wrigley im Powerplay zum 2:2.
Die Entscheidung im Ellental ließ bis drei Minuten vor Spielende auf sich warten. Für die drei Punkte sorgte schließlich Verteidiger Andreas Geipel, der in Überzahl zum viel umjubelten 3:2 traf. Damit ist alles angerichtet für den Hit am Freitag gegen Tabellenführer Bad Tölz.
Am Freitag hatten sich die Steelers im Fuchsbau von Weißwasser gut aus der Affäre gezogen. Die lange Anreise schüttelten die Schwaben schnell aus den Kleidern und gingen schon nach 17 Sekunden durch Justin Kelly in Führung. „In Weißwasser ist es schwierig zu spielen, denn man sitzt vorher sieben Stunden im Bus“, zeigte sich Trainer Christian Brittig erleichtert.
Spielmacher Kelly legte vor knapp 2000 Zuschauern noch zwei Treffer nach, außerdem traf Torjäger Brent Walton zweimal für die Steelers.
Kurios mutet die Vorgeschichte Bietigheimer 3:0 an, denn Schiedsrichter Alfred Hascher hatte den Lausitzer Füchsen eine Zwei-Minuten-Strafe wegen Spielverzögerung verpasst, da die Gastgeber seiner Auffassung nach zum Beginn des zweiten Drittels nicht rechtzeitig wieder auf dem Eis standen.
Karl-Heinz Ullrich

Laufduell hinter dem Tor: Steelers-Verteidiger Doug Andress (links) gegen Münchens David Wrigley.
Bild: Baumann
Quelle: LKZ

