Bietigheim-Bissingen – Der Schlager hielt was er versprochen hatte: Spitzen-Eishockey voller Aggressivität und Emotionen – und mit den Steelers einen Sieger, der die Löwen tapfer mit 3:1 niederhielt und ihnen die Tabellenführung entriss.
Schnell entwickelte sich in der Ellental-Arena eine Zweitbundesliga-Auseinandersetzung, in der nicht immer klar war, wer das Raubtier und wer der Dompteur war. 5:5 Torschüsse in der flotten Anfangsphase, beide Teams schenkten sich nichts. Eine zweimalige Tölzer Überzahl überstanden die Steelers gut, erst nach drei klaren Torchancen der Gäste befreiten sich die Hausherren.
Und wie: In Überzahl gelang Andreas Geipel nach Zuspiel von Brent Walton das 1:0 (22. Minute), drei Minuten später erhöhte Walton nach einem tollen Solo zum 2:0. Dominik Hammer verpasste danach, das Ergebnis höher zu schrauben (27.). Auf der anderen Seite scheiterte Florian Zeller (33./36.), im zweiten Versuch krachte der Puck an die Latte. Zwischendurch legte sich Alexander Serikow mit dem Schiedsrichter an – und durfte wegen unsportlichen Verhaltens für zehn Minuten in den Straf-Käfig.
Im Schlussdrittel wurde Tölz endgültig Beute der angriffslustigen Steelers. Erneut traf Geipel nach Vorarbeit von Walton und Stephane Robitaille von der blauen Linie. Zwölf Sekunden vor Schluss noch einmal ein kurzes Aufbäumen – das 3:1 durch Yanick Dubé änderte am Gesamteindruck nichts mehr.
Andreas Steimann

Der Schein trügt: die Steelers (unten) befreien sich aus den Fängen der Löwen.
Bild: Baumann
Quelle: LKZ

