Bietigheim-Bissingen – Sportlich gesehen hat der SC Bietigheim-Bissingen in der 2. Eishockey-Bundesliga sicher stärkere Gegner. Was jedoch die Rivalität angeht, kann es keine größere geben als die mit den Heilbronner Falken.
Die geografische Nähe hat über die Jahre zu einem erbitterten Konkurrenzkampf besonderer Art geführt. „Da ist die Halle voll und die Zuschauer erleben Emotionen pur“, weiß SC-Coach Christian Brittig vor dem heutigen Derby (20 Uhr) gegen den Tabellenfünften.
Auf 23 Punkte ist der Vorsprung der Steelers (88) auf die Falken (65) inzwischen angewachsen. Die letzte Auseinandersetzung in Heilbronn wurde ebenfalls mit 2:1 gewonnen. Die Vorzeichen scheinen also klar, trotzdem warnt der Coach, auch mit Blick auf den jüngsten 6:3-Erfolg der Gäste gegen Ravensburg: „Die sind gut drauf und haben alle Spieler an Bord“, so Brittig.
Doch auch die Hausherren können aus dem Vollen schöpfen: Kaspar Degn, der zuletzt mit der dänischen Nationalmannschaft unterwegs war, ist wieder zurück. Auch Andreas Geipel hat seine Schulterverletzung fast auskuriert und brennt auf einen Einsatz. „Ich bin froh, dass sich die Situation des vergangen Jahres nicht wiederholt, toi, toi, toi!“, sieht Brittig in der guten körperlichen Verfassung seiner Spieler zu diesem Zeitpunkt der Saison ein Plus.
Der Meistertitel bleibt das erklärte Ziel der Steelers, von Optionen, doch in die DEL aufrücken zu können, will Brittig wenig wissen. „Da gibt es bei uns keine Ambitionen“, sagt. Die Zielsetzung für heute abend ist dagegen klar: ein weiterer Sieg soll her.
Andreas Steimann

Alexander Serikow brennt auf seinen Einsatz gegen die Falken.
Bild: Baumann
Quelle: LKZ

