Bietigheim-Bissingen – Nach zehn Tagen Pause von der Punktspiel-Hatz biegt Eishockey-Zweitbundesligist SC Bietigheim-Bissingen auf die Zielgerade der Hauptrunde ein. Bis Mitte März liegen noch zehn Spiele vor den Steelers, dann starten die mit Spannung erwarteten Play-offs.
Dass die Mannschaft von Trainer Christian Brittig im Kampf der besten acht Teams um Meisterschaft und Aufstieg in die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) mitmischt, daran gibt es kaum noch Zweifel – bei satten 19 Punkten Vorsprung vor dem Tabellenneunten aus Ravensburg.
Und eben dieser württembergische Rivale kreuzt am Sonntag um 18.30 Uhr zum Derby im Bietigheimer Ellental-Eisstadion auf. Zuvor werden die Steelers (Platz 6/71 Punkte) jedoch noch vor eine ganz knifflige Aufgabe gestellt. Denn heute (19.30 Uhr) steht das Gastspiel beim souveränen Spitzenreiter Kassel Huskies auf dem Programm.
Die Hessen sind das Maß aller Dinge in der 2. Bundesliga und können sich auf dem Weg zurück in die DEL wohl nur selbst ein Bein stellen. Die Mannschaft von Trainer Stephane Richer hat nach 42 Spielen bereits 95 Punkte auf dem Konto und ist in dieser Saison erst neunmal besiegt worden.
Einmal eroberten auch schon die Steelers den Skalp des Tabellenführers, beim 5:2-Sieg Ende Oktober vergangenen Jahres. Beim letzten Duell vor drei Wochen waren die Schwaben allerdings chancenlos und unterlagen mit 1:5 auf eigenem Eis. Die Effizienz der Huskies schmeckte Brittig gar nicht: „Wir haben nur 15 Schüsse zugelassen, aber fünf Tore bekommen.“
Sonntag-Gegner Ravensburg, der verbissen um den wohl noch letzten zu vergebenen Play-off-Platz kämpfen wird, weisen die Steelers eine positive Saisonbilanz auf. Dabei wurden die beiden Siege (4:2, 3:2) bei den Tower Stars verbucht, während es im Ellental eine 1:2-Niederlage nach Verlängerung zu verdauen gab.
Noch etwas Geduld brauchendie Steelers-Stürmer Alexandre Jacques (Leisten-Operation) und Max Seyller (Handverletzung). Beide befinden sich zwar wieder im Eistraining, aber an einen Einsatz am Wochenende ist noch nicht zu denken.
Beim ebenfalls verletzten Topscorer Justin Kelly hat man im Ellental die Hoffnung auf ein Comeback noch in dieser Saison nicht aufgegeben. „Vielleicht reicht es für die Play-offs“, sagte Pressesprecher Oliver Mayer.
Mit Torhüter Marko Suvelo und Verteidiger Peter Kathan waren zwei Steelers-Akteure auch während der Länderspiel-Pause im Einsatz. Beim All-Star-Spiel in Crimmitschau rückte Suvelo in den Blickpunkt: bei den sogenannten Skill-Competitions wehrte Suvelo fünf von sechs Penaltys ab und wurde als bester Keeper ausgezeichnet.
Karl-Heinz Ullrich

Marko Suvelo.
Bild: Baumann
Quelle: ludwigsburger kreiszeitung

