Steelers verlieren in Bayern an Boden
München/Bietigheim-Bissingen – Der Abwärtstrend der Steelers setzt sich fort. Der Eishockey-Zweitbundesligist aus Bietigheim-Bissingen verlor gestern Abend beim aktuellen Tabellenführer EHC München mit 1:2 (0:0, 0:2, 1:0) Toren.
Steelers-Coach Christian Brittig ist derzeit um seinen Job nicht zu beneiden. Ausgerechnet in der Saisonphase, in der wichtige Weichen für das Erreichen der Play-offs gestellt werden, belasten sein Team grundlegende Vereinsangelegenheiten. Die Ungewissheit um die weitere Unterstützung des Hauptsponsors Porsche kratzt inzwischen am Selbstbewusstsein der meisten Spieler.
Obwohl Top-Scorer Justin Kelly nach seiner Verletzung wieder auf dem Eis war, gab es für den Meister beim aktuellen Tabellenführer nichts zu holen.
Vor gut 2000 Zuschauern in der Olympia-Eishalle hielten die äußerst defensiv eingestellten Gäste im ersten Drittel gut dagegen. Beide Teams neutralisierten sich, die beste Möglichkeit auf Steelers-Seite hatte Kasper Degn, sein Treffer in der 16. Minute wurde aber wegen Torraumabseits nicht anerkannt.
Die Vorentscheidung dann im zweiten Drittel. Kevin Lavallee besorgte mit einem verdeckten Schuss zunächst die Führung der Bayern (25.), vier Minuten später erhöht Niklas Hede abgeklärt direkt nach dem Bully zum 2:0. Erst danach zeigten die Bietigheimer ihre wahren Qualitäten, doch die Schlussoffensive kam zu spät. Der Anschlusstreffer von Alexander Serikow, der nach Pass von Dominik Hammer zum 2:1 verwertete (50.), machte die Partie noch einmal spannend, in der umkämpften Schlussphase aber brachte der Tabellenführer seinen Vorsprung über die Zeit.
Andreas Steimann
Quelle: ludwigsburger zeitung

