Steelers peilen glatten Durchmarsch an
Bietigheim-Bissingen – Falls es so etwas wie einen Lieblingsgegner für den Eishockey-Zweitbundesligisten SC Bietigheim-Bissingen geben sollte, wäre es in dieser Saison zweifellos der SC Riessersee.
Sieben Mal trafen die Steelers bereits auf den bayerischen Traditionsklub und sieben Mal ging die Mannschaft von Trainer Christian Brittig als Sieger vom Eis.
Sollte den Schwaben heute Abend das achte Erfolgserlebnis gelingen, wäre das gleichbedeutend mit dem Einzug ins Play-off-Halbfinale. Denn im Olympia-Eisstadion von Garmisch-Partenkirchen beginnt um 20 Uhr das vierte Viertelfinalduell zwischen Riessersee, das sich erst über die Pre-Play-offs für die Runde der letzten Acht qualifiziert hat, und Bietigheim, das nach einer beeindruckenden Hauptrunde mit Tabellenplatz 1 als heißer Kandidat für die Finalserie gehandelt wird.
Nach drei mehr oder weniger deutlichen Erfolgen gegen den SCR können die Steelers in der Best-of-seven-Serie heute den Sack vorzeitig zumachen und in Ruhe auf ihren Halbfinalgegner warten, der frühestens am Freitag ermittelt wird. Es könnten die Lausitzer Füchse aus Weißwasser sein, wenn sie sich gegen Heilbronn durchsetzen würden.
Aber zunächst einmal gilt es, erneut einen Auswärtscoup zu landen. Bietigheim wird sich heute Abend darauf einstellen müssen, dass der SC Riessersee noch einmal alle Kräfte mobilisieren wird. „Wir haben uns noch nicht aufgegeben. Das macht mich stolz“, setzt SCR-Trainer Gerhard Brunner darauf, dass es zumindest noch ein fünftes Spiel am Freitag im Ellental gibt.
Brunner, der am Sonntag bei der 0:3-Niederlage mit drei Sturmreihen agierte, räumte aber auch ein: „Bietigheim hat extrem clever und geduldig gespielt. Uns fehlten am Ende die Kräfte.“
Brittig, der nach dem Spiel am Sonntag ausdrücklich seinen Torhüter Sinisa Martinovic lobte („Er hat uns in den ersten zehn Minuten im Spiel gehalten“), rechnet wieder mit einem offensiv ausgerichteten Gastgeber: „Riessersee hat ja nichts mehr zu verlieren.“
Doug Andress ist nach seiner Sperre wieder dabei und wenn sein Verteidiger-Kollege Andreas Geipel auch heute wieder von der blauen Linie so präzise Maß nimmt wie am Sonntag, dürfte dem Halbfinal-Einzug kaum noch etwas im Wege stehen. „Da kennt er keine Freunde“, stellte Brittig am Sonntag fest, nachdem Geipel beim 1:0 und beim 2:0 gleich zweimal den Hammer ausgepackt hatte.
Karl-Heinz Ullrich
Quelle: LKZ

