Bietigheim-Bissingen – Eishockey-Zweitbundesligist SC Bietigheim-Bissingen ist nach der Länderspiel-Pause aus der Spur geraten. Das 3:5 gestern Abend in Garmisch-Partenkirchen beim SC Riessersee war die vierte Niederlage in Folge, sodass allmählich sogar der sicher geglaubte Play-off-Platz wieder in Gefahr gerät.
Wie schon am Freitag bei der unglücklichen 0:1-Heimniederlage gegen den EHC München, als Rustyn Dolyny in der 55. Minute mit seinem Powerplaytreffer für reichlich Frust bei den Steelers sorgte, musste der Kanadier Rod Hinks gestern als überzähliger Ausländer auf der Tribüne Platz nehmen.
Die Schwaben begannen in der sehr ruppig geführten Partie aggressiv und setzten Riessersee schnell unter Druck. Der Lohn war ein schnelles Führungstor durch Matthias Hart, der in der 2. Minute bei Überzahl traf, assistiert von Alexander Serikow und Dan Heilman.
Allerdings ließen die Bietigheimer zahlreiche weitere Powerplay-Chancen ungenutzt und kassierte in der 6. Minute sogar den 1:1-Ausgleich durch Danny Beauregard.
Besser machte es auf der anderen Seite der SC Riessersee, der im zweiten Drittel eine Strafe gegen Heilman zum 2:1 nutzte. Brad Self war in der 39. Minute der Torschütze. Die Steelers durften sich zuvor mehrmals bei Torhüter Patrick Koslow bedanken, der gute Chancen der Gastgeber vereitelte.
Im dritten Spielabschnitt durften sich die Steelers zunächst über das 2:2 durch Florian Jung (43.) freuen, doch dann kassierte Verteidiger Teemu Kesa nach einer sehr unglücklichen Aktion eine fünfminütige Strafzeit und zudem eine Spieldauerdisziplinarstrafe.
Als zudem noch Dan Heilman in die Kühlbox musste, nutzte Joe Cullen die 5:3-Überzahl zum 3:2 in der 50. Minute. Cullen war es auch, der in der 57. Minute zum 4:2 für die Gastgeber nachlegte. Zwar schaffte Jaakko Hagelberg nur 13 Sekunden später den 4:3-Anschlusstreffer, doch mehr war für die Gäste gestern Abend nicht drin.
Als Trainer Christian Brittig Koslow zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm, machte Uli Maurer in der Schlussminute mit dem 5:3 den Sack endgültig zu.
Weiter geht es für die Steelers am kommenden Wochenende mit den Spielen gegen die beiden sächsischen Zweitliga-Vertreter. Am Freitag steht die Reise zu den Lausitzer Füchsen nach Weißwasser auf dem Programm und am Sonntag um 18.30 Uhr gastiert der ETC Crimmitschau im Ellental-Eisstadion.
Karl-Heinz Ullrich

Gerangel: Die Steelers (dunkle Trikots) konnten sich weder gegen den EHC München noch beim SC Riessersee durchsetzen.
Bild: Baumann
Quelle: http://www.ludwigsburger-kreiszeitung.de

