Bietigheim-Bissingen/Landshut – Am Freitagabend lagen sich die Landshuter Spieler in den Armen, doch auch die Steelers wurden trotz ihres Ausscheidens im Play-off-Viertelfinale von den mitgereisten Fans gefeiert.
Denn der Eishockey-Zweitbundesligist aus Bietigheim-Bissingen bot den Cannibals einen großen Kampf, war über weite Strecken des Spiels die bessere Mannschaft, ging aber in der 6. Minute der Verlängerung endgültig K.o, als Brandon Dietrich zum 2:1 für die Bayern traf. „Bietigheim hat uns alles abverlangt“, gab der Siegtorschütze anschließend im Deutschen Sport-Fernsehen (DSF) zu Protokoll.
„Ich habe großen Respekt vor meinem Team“, zog auch Steelers-Trainer Christian Brittig den Hut. „Heute hat eindeutig das glücklichere Team gewonnen, nicht das bessere.“
Auch der gebürtige Landshuter Brittig wurden von den Steelers-Anhängern bejubelt, nachdem die Schwaben in den beiden letzten Play-off-Duellen eine klare Leistungssteigerung erkennen ließen und somit nicht sang- und klaglos ausschieden.
Dass sich der Vorrunden-Zweite Landshut am Ende dennoch souverän mit 4:1-Siegen gegen den Vorrunden-Siebten behauptete, lag in erster Linie an der mangelnden Durchschlagskraft der Steelers vor dem Tor und dem unterdurchschnittlichen Überzahlspiel.
„Wir haben Probleme mit dem Toreschießen, das zieht sich durch die ganze Saison. Und im Powerplay war Landshut einfach besser“, zog Brittig Bilanz.
Die Schwachstellen bei den Steelers, die ihr Saisonziel mit dem Einzug in die Play-offs erreicht haben, sind also erkannt. Hinter den Kulissen werkelten Brittig und Sportdirektor Michael Komma – die beide erst kürzlich mit neuen Zwei-Jahres-Verträgen ausgestattet wurden – bereits seit längerem am Kader für die nächste Runde.
Bereits im Februar verlängerte man im Ellental die Kontrakte mit zehn Spielern aus dem derzeitigen Kader. Darunter Torhüter Patrick Koslow, Kapitän Heiko Smazal und mit dem Kanadier Justin Kelly auch ein Kontingentspieler.
Gerüchten zufolge soll Verteidiger Andreas Geipel vom Play-off-Gegner Landshut künftig das Steelers-Trikot tragen. Für das Tor ist mit dem Crimmitschauer Sinisa Martinovic ein Ex-Bietigheimer im Gespräch.
Und aus der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) werden die Verteidiger Stephane Robitaille (Hannover Scorpions) und Doug Andress (Krefeld Pinguine) sowie Stürmer Gregory Schmidt von den Straubing Tigers als Neuzugänge in Bietigheim gehandelt.
Karl-Heinz Ullrich

Getümmel vor dem Tor von Steelers-Keeper Marko Suvelo.
Bild. Gerleigner
Quelle: LKZ

