Landshut/Bietigheim-Bissingen – Recht unglücklich verlor Eishockey-Zweitligist SC Bietigheim-Bissingen gestern bei den Landshut Cannibals mit 1:2. Damit gingen die Steelers am Wochenende völlig leer aus.
Christian Brittig steht vor der bisher größten Herausforderung in seiner ersten Saison als Cheftrainer. Die Stimmung im Ellental-Eisstadion bei der 0:4 (0:2, 0:0, 0:2)-Niederlage am Freitag gegen den REV Bremerhaven war frostig.
„Brittig raus, Brittig raus“, skandierten die Fans, die nach der sechsten Niederlage in den letzten sieben Heimspielen zu Recht frustriert waren.
Wie immer dient der Trainer als Zielscheibe für die Kritiker. Dabei kann Brittig ebenso wenig für die Verletzungsmisere zu Beginn des Jahres verantwortlich gemacht werden wie für die überdurchschnittlich hohe Zahl von Strafzeiten, die unnötig Punkte und Kraft kosteten. Oft zu ungestüm, manchmal auch ohne Selbstkontrolle wurden die Gegenspieler attackiert.
Der Mehraufwand, den die Mannschaft in den vergangenen Wochen zu leisten hatte, führte dazu, dass die Steelers vor den letzten beiden Spieltagen der normalen Punkterunde „einfach platt und fertig“ sind (Brittig). „Wir müssen schauen, dass wir wieder die Akkus aufladen für das Play-off“, setzt der Coach klare Prioritäten für diese Woche. Die Resultate am kommenden Wochenende spielen für ihn eine untergeordnete Rolle.
Die Fans werden dies insbesondere beim Derby am Freitag gegen die Heilbronner Falken anders sehen, doch darauf will Brittig keine Rücksicht nehmen. Seine Mannschaft braucht wieder Frische und Spielfreude, wenn sie in der Endrunde erfolgreich auftreten will.
In Landshut gerieten die Bietigheimer nach torlosem ersten Drittel in der 30. Minute durch Günter Oßwald in Rückstand. Steve Washburn saß gerade auf der Strafbank.
Das 1:1 durch Alexandre Jacques (41./Assists Justin Kelly und Viktor Beck) schien eine Verlängerung zu erzwingen, aber drei Minuten vor dem Ende versetzte Verteidiger Rich Bronilla den Steelers den K.-o.-Schlag. Der aufopferungsvolle Kampf blieb unbelohnt.
Erich Wagner

Heftig gegen die Bande kracht Stürmer Dan Heilman (unten). Für die Steelers kam es am Wochenende knüppeldick.
Bild: Baumann
Quelle: LKZ

