von Markus Willrett am 31. Juli 2009 um 19:11

Für die Fans der Bietigheim Steelers begann nach dem Höhenflug in den vergangenen Play-Offs und der hochverdienten Meisterschaft erstmal die Fastenzeit. Die Eishalle im Ellental bleibt leer. Hin und wieder schnüren einige Streethockey-Cracks die Inliner und jagen einer Plastikscheibe hinterher. Doch die Ränge bleiben leer und es herrscht meist totenstille im sonst so belebten Stadion. Während in der Geschäftsstelle die Verantwortlichen an Planungsarbeiten für die kommende Saison sitzen, befinden sich die Ritter der Festung Ellental im verdienten Urlaub. Für die einen geht es in den Süden, die anderen reisen in die Heimat und weitere treiben sich im Freibad nur wenige Meter neben der Eisfläche herum.
Doch Coach Christian Brittig ruht sich nicht auf dem erreichten aus. Den seine Philosophie hat sich durchgesetzt und als sehr erfolgreich erwiesen. Der Trainer der Steelers erstellt für jeden Spieler einen Trainingsplan, tüftelt neue Übungen aus und analysiert die wenigen Fehler seines Teams. Denn auch die Konkurrenz schläft nicht. Seine Mannschaft bleibt überwiegend erhalten, man kennt sich und weiß sich zu schätzen. Das gibt dem bayrischen Erfolgstrainer mehr Zeit um seine Jungs noch besser auf die kommende Saison vor zu bereiten. Er weiß genau wo jeder einzelne noch Entwicklungspotential hat. Den das Ziel ist schon jetzt indirekt aber glasklar: die Titelverteidigung.
Ob die Sportanlage am Enzufer oder die Indoor-Halle im Ellental, an Möglichkeiten mangelt es dem gebürtigen Landshuter bei Leibe nicht. Eins ist jedoch garantiert, egal ob auf der Bietigheimer Tartanbahn oder an der Hantelbank: Der Schweiß der Stählernen fließt. Denn Christian Brittig legt großen Wert auf die Athletik seiner Spieler. Intervalltraining steht beim Erfolgscoach an der Tagesordnung. Hier wird ein idealer Rhythmus zwischen Belastung- und Erholung gefunden. Dabei ist die Erholungsphase so gestaltet, dass sich der Körper nicht vollständig erholt. Durch diese unvollständige Entspannung wird ein starker Trainingsreiz gesetzt. Natürlich sind die Steelers über manche quälende Übung nicht sonderlich begeistert, doch auch sie erkennen den Vorteil eines solchen Konzepts. Es sorgt nicht nur für die geforderte Athletik, sondern schützt auch vor Verletzungen. Denn die Vorbereitung und die damit geschaffenen Grundlagen in den Bereichen Ausdauer, Fitness und Schnellkraft sind die halbe Miete um eine konstante und gute Saison zu spielen.
Quelle: http://www.steelers.de

